Silbenton

Das Blog für Lyrik, Prosa, Musik und Ton.

Schlagwort: wind

Wegweiser

Es brennt ein Lichtlein auf dem Sims,
Das Fenster steht geöffnet,
Und wenn der Wind nur leise geht,
Dann findest du den schmalen Weg
Zu meines Herzens Pforte.

David Damm, 2017

Langeoog

Es fischte ein Angler in Langeoog,
So lange bis sich seine Stange bog.
Der Wind kam aus Nord,
Schmiss ihn über Bord,
So dass ihm sein Fang um die Ohren flog.

David Damm, 2017

Erntezeit

Die Sonne steht über den Fluren,
Die Ähren so golden und prall,
Die Bauern verbringen’s Getreide
Und lagern es trocken im Stall.

Die Blätter der Bäume verfärben
Und schillern so gelblich im Wind,
Ach, könnt‘ ich dem Herbste entrinnen,
Er macht mein Gemüte so blind.

David Damm, 2016

Am Drachenberg

Im raschelnden Laub
Zum Prasseln des Regens
Wand’re ich still durch den Wald.
Die Stadt ist fast lautlos
Fernab von den Wegen,
Ich atme und mache kurz Halt.

Mein Blick geht nach oben
Und schweift durch die Wipfel,
Wo Bäume den Himmel berühr’n.
Ein Specht schlägt die Borke,
Die Vögelein singen,
Ich kann ihre Fröhlichkeit spür’n.

weiterlesen

Goldregen

Goldener Herbst

von David Damm

Der Wind bläst durch die Wälder,
Vertreibt die Blätter bunt,
Fegt übers Land und Felder
Zur späten Abendstund‘.

Erst fallen sie nur einsam,
Ganz zag, gar zögerlich.
Doch bald schon wird gemeinsam
Der letzte Tanz zur Pflicht.

Ein Ahornblättchen dreht sich,
Fliegt durch die Lüfte weit,
Und dann gesellt sich lieblich
Ein Birkenblatt zu zweit.

Als drittes kommt die Linde
Und sagt beherzt ade,
Geht fort mit starkem Winde,
Treibt auf dem dunklen See.

Die Pappeln und die Weiden,
Die an dem Ufer steh’n,
Sie lassen sich entkleiden
Und quer durchs Lande weh’n.

Zu tausenden Millionen
Verfliegt der gold’ne Wald,
Bis aller Bäume Kronen
Im Winde still verhallt.

Oktober

von David Damm

Städter eilen durch die Straßen,
Wo die Einsamkeit entspringt,
Wenn die Kälte vor den Mänteln
Unter Haut und Leder dringt.

Wolken walzen über Häuser,
Hoch wie Türme steh’n sie starr,
Grau in grau trotzt die Fassade,
Und ein Fenster klappert da.

Regen prasselt gegen Scheiben,
Schirmchen biegen sich gar krumm,
Könnt‘ ich nur ein Stück verweilen,
Und Entfliehen vor dem Sturm.

Läuft mit WordPress & Theme erstellt von Anders Norén

%d Bloggern gefällt das: