Das Blog für Lyrik, Prosa, Musik und Ton.

Kategorie: Kurzreim (Seite 2 von 4)

Im Morgenrot

Im Morgenrot die Vögel zwitschern,
Auf Blütenblättern Tröpfchen glitzern,
Am Pflaum’baum grüne Früchte hängen,
Die möchte ich zur Reife drängen,
Ich wünscht‘, sie wär’n längst violett,
Weil ich sie gern gegessen hätt‘.

David Damm, 2020

Dieses Gedicht wurde im Rahmen der Juniverse-Challenge verfasst.

Das rote Pferd

Was macht das Pferd im Herd, wo es nicht hin gehört?
Es hat den Nachbarn, ständig wiehernd, nur gestört,
Da hat er es gepackt und knusprig braun gebackt,
Damit das Pferd ihm ein, zwei Mahlzeiten beschert.

David Damm, 2019

Abschied

An einem Morgen fand ich Spuren im Sand,
Und ich wusste, es waren die deinen,
Der Wind blies die Wellen über den Strand,
Und ich musste fürchterlich weinen –
Bis das Sandkorn aus meinem Auge verschwand.

David Damm, 2019

Der klare Fluss

Es fließt der Wodka durch meinen Rachen
Und stürzt meine Kehle hinunter,
Das bringt mein Gemüte herrlich zum Lachen
Und macht meinen Geist wieder munter.

David Damm, 2018

Unvollendet

Es ist noch nicht vollendet,
Dies‘ kleine Spaßgedicht,
Und wie man’s dreht und wendet,
Wird’s das auch niemals nicht.

David Damm, 2018

Kiefern

Wir wollten sie nie:
Die Monotonie
Der Waldkompanie,
In Reihe und Glie _ d.

D’rum brechen wir sie!

David Damm, 2018

Tausend Meilen

Tausend Meilen will ich gehn,
Nur um dich ganz nah zu sehn,
Dich in meinen Armen halten
Und die Zukunft mitgestalten.

David Damm, 2005

1000 Tulpen

Tausend Tulpen steh’n da draußen
Vor der Tür und künden dir
Von dem Frühling meines Herzens
Und der Sehnsucht, die floriert.

David Damm, 2017

Frühjahrsputz

Es lümmelte ein Blümelchen
Vor meinem Gartentor,
Da bümmelt’s laut,
Ich bitt’s herein,
Doch bitte tritt
Die Füßelein,
Ganz ohne Dreck und Krümelchen,
Auf meiner Matte
Ab.

David Damm, 2017

Milben

Abertausend kranke Milben
Schwappen durch der Schiffe Bilgen,
Uns’re Arche ächzt und stöhnt.
Stumm stehst du mit deinen Silben,
Hilflos, um die Schuld zu tilgen,
Doch das Wasser bebt und dröhnt.

David Damm, 2017

Die Kiefer

Eine Kiefer
Steht so schief da,
Wurzeln in den Grund gerammt.
Schaut nach Osten,
Hält den Posten
Bis die Sonne sich entflammt.

David Damm, 2016

Sterne

Es funkeln und leuchten da oben,
Die Sterne, die nachts hingeschoben,
Und wenn einer fällt
Vom Sternhimmelszelt,
Sind Tausende längst neu geboren.

David Damm, 2016

Hunger

Ich hab Hunger, schon seit Stunden,
Hab im Kühlschrank nichts gefunden,
Liege nun in meinem Bett,
Träum‘, dass ich was drinnen hätt‘.

David Damm, 2016