Silbenton

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Kategorie: Veranstaltung (Seite 1 von 2)

Berliner Buchmesse 2018

Vor drei Wochen fand zum fünften Mal die Buch Berlin statt – ein kleines Jubiläum – und ich schaffte es jedes Mal, als Besucher dabei zu sein. Angefangen hat alles in Karlshorst im Audimax an der Hochschule für Technik und Wirtschaft. Ich weiß nicht mehr, wie ich davon erfahren hatte, aber ich war in der Nähe bei Freunden und wollte im Anschluss der neuen Buchmesse eine Chance geben.

Deutschlands drittgrößte Buchmesse

Viele kleine Verlage und einige Selfpublisher hatten sich in dem Saal versammelt, um ihre Bücher auszustellen und anzubieten. Der Eintrittspreis entsprach eher einer kleinen Spende. Es war alles etwas provisorisch, Lesungen fanden im gleichen Saal auf der Bühne und hinter Bühne statt, nur abgetrennt durch einen Vorhang oder eine Stellwand, was das aufmerksame Zuhören schwierig gestaltete. Dennoch bereitete mir das Schlendern durch die Gänge und das freudige Stimmengewirr viel Spaß. Auf der Buch Berlin kam und kommt man schnell ins Gespräch, kann die Geschichten hinter den Büchern direkt von den Autoren erfahren und man wird wohl oder übel etwas von seinem Geld da lassen, um es gegen mehrere hundert Gramm Buchware einzutauschen.

Die Buch Berlin findet einmal jährlich im Spätherbst statt und hat noch keinen festen Veranstaltungsort gefunden. Nach der Premiere in Karlshorst fand sie einmal im Logenhaus in Wilmersdorf, zweimal im Estrel in Neukölln und jetzt aktuell im MOA in Moabit statt.

Die diesjährige Buchmesse hatte für mich den entscheidenden Vorteil, dass ich sie von Steglitz aus mit der U9 direkt in 15 Minuten erreichen konnte. (Da kann kein Leipzig mithalten und Frankfurt am Main schon gar nicht.)
Am Sonntag besuchte ich die Messe, stieg an der Birkenstraße aus und ging zum Hotel. An einer mehrstöckigen Hauswand beeindruckte mich während des Wartens an der Fußgängerampel ein riesiges Wandgemälde, ein sogenanntes Mural, so dass ich glatt vergessen habe, vom Veranstaltungsgebäude ein Foto zu schießen.
Leider gab es keine Beschilderung, die mir den richtigen Weg wies. Ich versuchte es erst am Seiteneingang, da dort ein Aufsteller positioniert war. Dieser wies aber nur daraufhin, dass Veranstaltungsbesucher nicht diesen Eingang wählen sollten. Also doch mitten durch das Kaufhaus, eine Rolltreppe hinauf fahren und schon war der Empfang sichtbar. Da ich mich zuvor als Blogger registriert hatte, erhielt ich kostenlos ein Armbändchen und den Messekatalog und war nach einer Minute drin. Und da in Kürze eine Lesung beginnen sollte, verschwand ich sofort im Leseraum B. Weiterlesen

Pulsgeworden

Im September 2016 ist eine Anthologie unter dem Namen »Pulsgeworden – Stadt schlägt Sinn in Dir« erschienen. Die Herausgeberinnen sind Stephanie Mattner vom Projekt Sternenblick und Jennifer Hilgert.

Im Buch beschreiben etwa 50 Autorinnen und Autoren ihren ganz persönlichen Blick auf die Stadt Berlin. In Form von Gedichten und Kurzgeschichten wird hier vom Ankommen in der Stadt gesprochen, von der Liebe zum Kiez, vom Mauerfall und der Wendezeit, von den Menschen und den Straßen, vom Entdecken per Bus und Bahn, vom Erlebnis Berlin bei Tag und bei Nacht.

Zur Premiere gab es eine Lesung im Cafe Mahlsdorf. Etliche Autorinnen und Autoren fanden sich in gemütlicher Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen an einem Sonntagnachmittag ein. Elf Vorträge wurden gehalten, wobei jeder sein abgedrucktes Werk und bis zu drei weitere Stücke in zehn Minuten vortragen durfte.
Ein alter Mann, ganz in weiß gekleidet, nahm vor dem Publikum Platz. Er setzte sich nicht, sondern trug seine »Ode an die Spree« im Stehen vor. Er hatte die losen Zettel auf dem Tisch abgelegt und den Stuhl zur Seite gerückt. Sein Blick ging in die Ferne und er sprach die Verse frei und klar hinaus. Mit seiner Mimik untermalte er das Gesagte und mit den Händen gestikulierte er: sei es der Fluss, der sich in seinem Bett wandte, die Raben, die über Moab flogen oder der Kirchturm, hinter dem die Sonne verschwand. Nach der Ode folgten weitere Gedichte, wo jedes für sich eine eigene Geschichte aus Moabit erzählte, zusammen genommen jedoch ein kleines Meisterwerk entstand. Mit begeistertem Applaus wurde diese fabelhafte Vorstellung von Horst Jahn honoriert.

Nach gut zwei Stunden und einer kleinen Pause, die zum Kontakte knüpfen und für ein Gruppenfoto genutzt wurde, fand diese Lesung ihren erfolgreichen Abschluss.
Eine weitere Lesung mit anderen Autorinnen und Autoren aus dem Buch »Pulsgeworden« findet am Samstag, 3. Dezember, um 20 Uhr im DanTra’s in Schöneberg statt. Facebook-Termin vormerken!

Pulsgeworden Gruppenfoto

P.S. Ich bin mit meinem Gedicht »Erwachen einer Stadt« im Buch vertreten.

Lesung am Wannsee

Segelschiffe treiben wie Dreiecke über den Wannsee. Zwischen den Wolken lugt ein Diamant hervor und glitzert zu Tausenden im Wasser. Die durstigen Blätter der Linde rauschen im Wind. Eine Möwe fliegt hoch am Himmel, ein Kormoran knapp über der Wasseroberfläche.
Am Ufer ist eifriges Geplauder zu vernehmen. Weiße klapprige Plastikstühle wurden in der Rotunde aufgereiht. Auf der bemoosten halbrunden Steinbank stehen Bier- und Weingläser und unterhalten sich. Eine Frau mit blonden Haaren spricht den jungen Mann neben mir an. Heute sei Open-Air am Gleisdreieck. Oder am Kranzlereck? Und morgen am Sonntag gibt es Horst Evers.
»Ick weeß die Uhrzeit nich«, sagt sie.
»Ick hab den schon oft jesehn, aber noch nich jehört.«
Doch jetzt kommt erstmal Gott.

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Welttag des Buches 2016

www.welttag-des-buches.de

www.welttag-des-buches.de

Heute, am 23. April, wird der Welttag des Buches gefeiert. Vielerorts werden Lesungen veranstaltet und Bücher werden verlost oder verschenkt.

Ich reihe mich mit meinem Blog mit einem kleinen Jubiläum in diese Reihe ein, denn inzwischen sind 100 Beiträge erschienen. Anlässlich dessen habe ich mir überlegt, einige Frühlingsgedichte aus der digitalen in die analoge Welt auf Papier zu übertragen (kurz: zu drucken) und diese in der Stadt zu verteilen.

Frühlingsgedichte zum Pflücken –
Ich schenk dir ein Gedicht!

In Berlin finden derzeit noch weitere litararische Veranstaltungen statt:

Die LoveLetter Convention hätte ich gern besucht, aber dafür muss man sich sehr frühzeitig anmelden und die Tickets sind etwas teurer. Außerdem scheint die Zielgruppe eher weiblich zu sein.
Für spontane Teilnahme eignet sich das READ!BERLIN viel besser. Es gibt neben den Wochenend- und Abendveranstaltungen auch viele Lesungen tagsüber in der Woche. Diese werden von Berufstätigen eher weniger wahrgenommen werden können. Aber ich hoffe, dass ich es schaffe, mir wenigstens eine Veranstaltung anzuhören.

Viel Spaß beim Feiern und Lesen von Büchern!

 

Leipziger Buchmesse 2016 – Preisverleihung

Preis der Leipziger Buchmesse 2016

Am Nachmittag des ersten Tages der Buchmesse fand in der Glashalle die Verleihung des Preises der Leipziger Buchmesse statt. Um 16 Uhr hatte sich die Presse dort versammelt. Die Stühle waren bis auf den letzten Platz besetzt. Ich kam zu spät und beschloss, nicht den meist langweiligen Reden zu lauschen, sondern noch einmal durch die Hallen zu schlendern.

Es verschlug mich erneut in die Halle 5, wo auch die Selfpublishing-Anbieter vertreten waren. Ich schlich wahllos durch die Gänge auf der Suche nach etwas Besonderem, als plötzlich ein lauter Aufschrei zu hören war. Das muss ganz um die Ecke gewesen sein, so dass ich dem Ruf folgte.
Am Stand des Verlages Schöffling & Co herrschte reges Treiben. Sektgläser standen auf dem Präsentationstisch. Eine junge Frau las auf ihrem Smartphone und hatte ein breites Grinsen im Gesicht. Zwei Bücher standen im Vordergrund des Tisches. Eine weitere junge Frau gesellte sich dazu und lies die Sektkorken knallen. Sie füllten die Gläser mit dem sprudelnden Getränk, das vielleicht auch Champagner war.

Frohburg ist das gewichtigste Buch dieser Tage. In jeder Hinsicht.

– Andreas Platthaus, FAZ

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Leipziger Buchmesse 2016 – Erste Eindrücke

Leipziger Buchmesse, Fokus Bildung, 17.-20. März 2016

Dieses Jahr darf ich als Presse-Blogger von der Leipziger Buchmesse berichten. Meinen Presseausweis als »Freier Journalist« bekam ich per Post zugesandt. Die Anreise von Berlin erfolgte mittels Zug, der, wie zu erwarten bei solchem Ereignis, sehr gut gefüllt war. Vom Bahnhof Leipzig Messe bewegte sich die stoßweise ausgekippte Menge die letzten Meter zu Fuß, mit alten Straßenbahnen oder Bussen zum Messegelände.
Ich war auf der Suche nach dem Eingang zum Pressebereich, um dort meine Vorab-Akkreditierung aktivieren zu lassen. Laut beigelegtem Geländeplan sollte ich auf der rechten Seite des langen Glasgebäudes fündig werden. Ich fand aber keinen Wegweiser mit der Aufschrift »Presse«, so dass ich am Haupteingang angelangt nachfragte, wo ich hin müsse. Ich wurde angewiesen den gesamten Weg entlang des Wasserbeckens zurückzugehen und dann an der Seite eine Treppe nach oben zu nehmen, genau dorthin, wo die Fahnenmasten stehen und die Fahnen der Aussteller wehen.

LBM 2016 - Das blaue Sofa

In der Haupthalle, der sogenannten Glashalle, wo trotz Temperaturen von knapp über Null draußen, drinnen tropische Hitze herrschte, waren einige große Fernsehsender vertreten. Vom ZDF war »Das blaue Sofa« da, desweiteren 3sat, arte und mdr. In der Mitte der Glashalle gab es einen abgesperrten Bereich mit Bühne und zahlreichen Stuhlreihen, wo am späten Nachmittag die Gewinner des Leipziger Buchmesse Preises bekannt gegeben werden sollten.

Vom Publikum her merkte man schnell, dass sehr viele Schulklassen, die die Buchmesse möglicherweise als Wandertag nutzten, als auch Renter und Frauen jeden Alters anwesend waren. Unterrepräsentiert waren eindeutig die jungen Männer. Da die Messe mitten in der Woche an einem Donnerstag startete, war es nicht ganz so voll wie an einem Samstag oder Sonntag, doch konnte man längst nicht von leer sprechen.

Mit dem Veranstaltungsplaner von der Messe-Webseite hatte ich mir ein volles Programm an Buchvorstellungen, Gesprächen und Diskussionen zusammengestellt. Also nichts wie rein ins Getümmel!

LBM 2016 - Erste Eindrücke

Alle Informationen zur Leipziger Buchmesse sind zu finden unter www.leipziger-buchmesse.de.

Tag der Poesie

Nach einer Woche Wandern auf dem Westweg durch den Schwarzwald sind wir in Basel angekommen. Wir haben zwei Tage Zeit, die Stadt zu besichtigen. Und Basel empfängt uns mit Wohlwollen. Der Himmel strahlt blau, ein kleiner Wind weht durch die Straßen. Wir bewegen uns vom Messeplatz in Richtung Altstadt und stellen mit Freude fest, dass Basel eine entspannte Stadt ist. In der Innenstadt sind kaum Autos zu sehen. Nur Fußgänger, Radfahrer mit ihren Velos und einige Mofas. Wir queren die mittlere Brücke über den Rhein. Weiße Fahnen wehen hier im Wind und zeugen vom gestrigen White Diner auf dem Marktplatz. Am Ende der Brücke biegen wir links ab in den Rheinsprung und ein weißes Plakat mit einem Gedicht steht am Straßenrand.

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Autorenstammtisch Berlin

Nachdem ich vor einigen Wochen auf www.autorenwelt.de angeschrieben worden war, ob ich Lust an einem Autorenstammtisch in Berlin hätte, war es nun heute so weit. Diese erste Zusammenkunft von interessierten Schreibern fand bei einem Italiener am Marheinekeplatz in Kreuzberg statt. Von den Urban Sketchers in Berlin, die manchmal in der Markthalle zeichnen, kannte ich diesen Platz, musste aber feststellen, dass ich in dieser Ecke noch nie gewesen bin.

Kurz vor Sieben betrat ich das Restaurant, fragte einen Kellner nach dem Autorenstammtisch und wurde in den hinteren Raum verwiesen. Links an einem Tisch saßen schon einige Leute, die sich bei Speis und Trank angeregt unterhielten. Ich vermutete, dass sie sich untereinander kannten und etwas früher getroffen hatten. Am Tisch daneben ließ ich mich nieder und war gespannt, wer noch kommen und wann es richtig losgehen würde. Wenig später trafen die nächsten Gäste ein und wirkten ein wenig überrascht aufgrund der Tischordnung. Die Tische waren nicht in eine besondere Form gebracht worden, z. B. ein U oder ein großer Kreis, sondern boten jeweils Platz für 4-8 Personen, bei ca. 30 zu erwartenden Teilnehmern. Alle Tische waren mit weißen Servietten und Besteck eingedeckt und suggerierten, dass wir gleich ein üppiges Mahl zu uns nehmen müssten, statt uns über Literatur und das Schreiben bei einem Getränk zu unterhalten.

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Thema von Anders Norén.