Das Blog für Lyrik, Prosa, Musik und Ton.

Schlagwort: winter (Seite 2 von 2)

Die Arena

Schrille Schreie am frühen Himmel,
Zwischen roten Backsteinen unter’m blauen Dach.
Dutzende Mauersegler,
Ihre Runden ziehend
Wie aufgeregte Kinder auf dem Karussell.

Im Mittelpunkt die haushohe Tanne,
Die im Winter mit Schnee bedeckt
Und von Kerzenlichtern erhellt,
Allein und festlich steht sie da,
Bewacht den Hof mit ihrem dunklen Grün.

Im dritten Geschoss hängen Nistkästen,
Unter glänzenden Dachpfannen,
Über geöffneten Fenstern, in die der Sommer strömt.
Ein lautloses Gleiten und rastloses Segeln –
Wie schön ist die Luft!

David Damm, 2016

Der Winter ist vorüber

Der Winter ist vorüber,
Es wächst ein neues Jahr.
Hier grünen schon die Knospen,
Die Kraniche zieh’n da.
Es tönen ihre Rufe,
Die Vögel stimmen ein,
Mit aufgeregtem Zwitschern –
Das muss der Frühling sein!

David Damm, 2016

Der Stadtfuchs

Stadtfuchs (Rotfuchs)

Stadtfuchs (Rotfuchs)

von David Damm

In der Dämmerung des Winters
Schleicht ein Fuchs durchs Wohngebiet,
Und erschreckt mein Herz gar heftig,
Weil man ihn so selten sieht.

Ein paar Schritte nur entfernt,
Steht er auf dem Bürgersteig
Und beäugt mich ohne Bangen –
Ich verharre und ich schweig’.

Mit zwei weit gespitzten Ohren
Lauscht das wohl genährte Tier,
Und mich dünkt als wollt’ er sagen:
»Hab doch keine Angst vor mir!«

Da sein Weg durch mich versperrt,
Zieht er einen großen Kreis,
Trabt zur and’ren Straßenseite
Durch das schneebeglänzte Weiß.

Hinter eisbezapften Autos
Schwindet er für’n Augenblick,
Und kehrt wieder auf den Gehweg
Weit entfernt von mir zurück.

Und so zieht er durch die Gassen,
Immer einsam und allein,
Auf der Hut vor Menschenskindern,
Dass er lang’ wird glücklich sein.

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Es schneit

von David Damm

Es schneit und schneit und schneit,
Überall – weit und breit.
Es ruht die weiße Pracht,
Auf Dächern und Wegen,
Auf Bäumen und Stegen
Zur Zierde bei Tag und bei Nacht.

Winterfreude

von David Damm

Hoch an der Tanne die Zapfen hängen
In großen Mengen, bedeckt mit Schnee.
Der Wind spielt leis’ mit seinen Klängen,
Es läutet himmlisch über’m See.

Und aus den Wolken die Flocken fallen,
Jubel erschallen – ringsumher.
Es ist zur Freude von uns allen,
Kinder tanzen – unbeschwert.

Und von den Hügeln rodeln Schlitten,
Mit großen Schritten kommt die Zeit,
In der wir um die Liebe bitten,
Um Frieden, Glück und Seligkeit.

Der Gedicht lässt sich wunderbar zur Melodie des Liedes »Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen« singen. Die Noten des Liedes sind in dem PDF-Buch »Singen im Advent« zu finden.

[audio:https://web517.magnus.servertools24.de/silbenton2/wp-content/uploads/2013/12/Winterfreude.mp3]

Download Winterfreude.mp3

Frühling in Berlin

Der Frühling – zag und unscheinbar –
Zieht durch die Straßen von Berlin
Und rüttelt an den Glockenblumen,
Die weiß wie Schnee ringsum erblüh’n.

Winter

der wind – er pfeift
der schnee – er tobt
der see – er gluckt
das eis – es kracht
das nass – es klatscht
die zeit – sie rinnt
der mensch – er friert