Hoch an der Tanne die Zapfen hängen
In großen Mengen, bedeckt mit Schnee.
Der Wind spielt leis’ mit seinen Klängen,
Es läutet himmlisch über’m See.
Und aus den Wolken die Flocken fallen,
Jubel erschallen – ringsumher.
Es ist zur Freude von uns allen,
Kinder tanzen – unbeschwert.
Und von den Hügeln rodeln Schlitten,
Mit großen Schritten kommt die Zeit,
In der wir um die Liebe bitten,
Um Frieden, Glück und Seligkeit.
Der Gedicht lässt sich wunderbar zur Melodie des Liedes »Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen« singen. Die Noten des Liedes sind in dem PDF-Buch »Singen im Advent« zu finden.
Es streifte heimlich durch den Wald Ohne Rast und ohne Halt, Konnte über Wipfel fliegen, Niemand konnt’ es je besiegen. Lange Arme, dürre Beine, Große Köpfe oder keine? Nur ein Schatten ward zu seh’n, Finster matt, doch schaurig schön.
Sorglos auf dem Wege schritt Ein Mädchen leichten Fußes Tritt. Rot den Schal um’s Haar gebunden, Zog sie aus, um zu erkunden, Was die große Welt ihr böte, Ohne Sorgen, ohne Nöte, Einen neuen Neuanfang, Gefolgt des Herzens tiefsten Drang.
Doch in jener dunklen Nacht Ward das Wesen grad erwacht Als der Bäume Stimmen starben, Alle Vöglein Stille gaben. Nur ein leiser Atem hauchte, Als das Mädchen Schlafe brauchte, Legt’ es sich beseelt zur Ruh’, Schloss beide Äuglein müde zu.
Mit festem Blick und Löw’gebrüll Fährt es herab, zerstört die Still’ Und packt das Mädchen, fürchtet nicht, Grün funkelt Katzenaugenlicht. Erwidert Macht mit bloßer Liebe, Versetzt Gefühle statt der Hiebe, Sodass das Monster fort zerrinnt, Zerfällt zu Asche, Staub und Wind.
Auch dieses Jahr hat Carsten Koch den akustischen Weihnachtskalender ins Leben gerufen und mit vielen tollen Geschichten und Gedichten rund um Weihnachten bestückt. Ich persönlich bin auch mit zwei Beiträgen dabei.
Also nichts wie hin und jeden Tag reinhören – an manchen Tagen gibt es sogar zwei Beiträge. Lasst euch überraschen: Akustischer Weihnachtskalender 2013.
Und wer dann noch nicht genug von den vielfältigen Beiträgen bekommen hat, der kann sich auch noch einmal die Beiträge vom letzten Jahr anhören.
Gestern, am Montag Morgen, bin ich auf meinem Weg zur Arbeit auf ein fast schon absonderliches Schild am Straßenrand gestoßen – und das nicht nur, wegen der kreativen Gestaltung. Es handelte sich um ein Parkverbotsschild mit folgendem Wortlaut:
dringende Baumarbeiten Astbruchgefahr Noteinsatz
Nun dauerte der Noteinsatz mindestens zwei Tage bis das Schild wieder verschwunden war. Eine Veränderung am Baumbestand oder am Beschnitt war für mich als Laien nicht erkennbar. Genauso wenig war ersichtlich, dass es vorher eine allzu dringende Astbruchgefahr gegeben hätte. So hätte man doch, wenn diese tatsächlich bestanden hätte, zumindest den oder die Äste sofort absägen müssen, oder den Gehweg sichern und absperren müssen. Beides ist jedoch nicht geschehen. Somit kann es sich wohl kaum um einen Noteinsatz (mit Blaulicht) gehandelt haben. Der Baum-Patient hat die Behandlung aber zum Glück überlebt und die Gefahr wurde scheinbar gebannt.
Vor gut zwei Monaten ist eine Anthologie unter dem Namen »Poetika« erschienen. Sie trägt den Untertitel »Lassen Sie sich von lyrischen Strophen verzaubern« und widmet sich ausschließlich der Lyrik.
Das Taschenbuch umfasst 176 Seiten und hält 124 Gedichte von 39 Autorinnen und Autoren bereit. Das Buch ist breit gefächert und trifft verschiedene Themen, wie z. B. Natur, Liebe, Erotik, Trauer und Freundschaft.
Von mir wurden die folgenden drei Gedichte beigesteuert:
Am gestrigen Tag von 6 Uhr morgens bis heute 6 Uhr in der Früh wurde der 1. bundesweite »Blitz-Marathon« in Deutschland durchgeführt. Die Aktion an sich ist zweifelsohne lobenswert, denn jeden Tag verlieren viele Menschen ihr Leben im Straßenverkehr. Nur der Begriff »Blitz-Marathon« ist ungünstig gewählt; suggeriert er einem im ersten Moment, dass es sich um eine Lauf-Veranstaltung handeln würde, so dass man vor dem inneren Auge die Blitzer die Marathondistanz von 42,195 Kilometern flitzen sieht. Und da das Ziel eines Marathons der Erste und Beste zu sein ist, läßt sich nur mutmaßen, ob die Polizisten der einzelnen Bundesländer einen Wettstreit über die meisten geblitzten Raser austrugen.
Statt »Blitz-Marathon« sollte man einfach das Wort verwenden, das es am Besten beschreibt: Geschwindigkeitsmessung bzw. -kontrolle.
Die deutsche Sprache ist eine schwierige Sprache. Viele Begriffe können mehrere Bedeutungen haben und im schlimmsten Fall politisch unkorrekt sein. In Hannover wurde vor kurzem die Diskussion über den diskriminierenden Aspekt der Wörter »Zigeunerschnitzel« und »Zigeunersauce« angestoßen. Die Neue Presse Hannover fragte: Ist jetzt Schluss mit dem »Zigeunerschnitzel«?, und die Süddeutsche berichtet aktuell über die Verbannung des »Zigeunerschnitzels« aus Hannover.
Es hat den Anschein, als würde nach dem »Negerkuss« u.a. auch das »Zigeunerschnitzel« aus dem Sprachschatz verschwinden. Der Duden, das Nachschlagewerk der deutschen Sprache, hält aber weiterhin beide Wörter in seinem Wortschatz bereit, siehe hier und hier.
Offen bleibt die Frage, wie lange es dauern wird, bis sich weitere Bevölkerungsgruppen gegen ihre Verwendung in Speisen wehren werden, allen voran die Wiener wegen des diskriminierenden »Wienerschnitzels«, die »Hamburger« (Fast Food), die »Berliner« (Pfannekuchen), die »Thüringer« (Rostbratwurst).
Mit Tippeln und Tappen
In Stöckeln und Schlappen
Schreitet das Fußvolk voran.
Familien und Pärchen,
Und Hündchen mit Herrchen
Kommen im Wahllokal an.
In Hemd und Krawatte
Beginnt die Debatte
Während des Wartens im Gang.
Wen sollte man wählen,
Denn jeder wird zählen –
Die nächsten vier Jahre lang.
Den Ausweis gezückt,
Mit dem Zettel bestückt
Gehts rasch ins Kämmerlein.
Das Kreuzchen hier setzen
Und nur nichts verpetzen,
Denn diese Wahl ist geheim!
In gut einer Woche startet das 13. Internationale Literaturfestival Berlin vom 4. bis zum 15. September 2013. Kurz vor der Eröffnung findet am 4. September die Aktion „Berlin liest“ statt, an der jeder Autor oder Lesende ganz einfach selbst teilnehmen kann. Von 6 Uhr morgens bis 17.30 sind alle Berlinerinnen und Berliner oder deren Gäste dazu aufgerufen, Texte ihrer Wahl öffentlich vorzutragen. Das können Gedichte, Kurzgeschichten oder Auszüge aus einem Roman sein. Die Lesedauer sollte zwischen 5 und 15 Minuten liegen. Der Vortragsort kann ebenfalls frei gewählt werden – in einem Cafe, an der Straßenecke, auf dem Spielplatz, in der Straßenbahn oder im Stadion. Weiterlesen
Libellen, Frösche, Goldfischlein
Tummeln sich im Sonnenschein
In dem von Schilf umsäumten Teich.
Schmetterlinge, Hummeln, Bienen
Müssen sich die Ruh verdienen,
Sammeln Nektar süß und reich.
In den letzten Nächten gab es in Berlin kräftige Sommergewitter. Es hat aus Kübeln geschüttet und unaufhörlich geblitzt und gedonnert. Da habe ich schnell meine Kamera gepackt, auf ein Stativ hinter die Fensterscheibe gestellt und mehrere Serien von jeweils 9 Fotos geschossen, wobei ich jedes einzelne 10 Sekunden belichtet habe. Die Blitz-Ausbeute lag sicher unter 5%, jedoch hat es für einen schönen Doppelblitz gereicht.
Philipp fegte den Strand entlang und wirbelte hinter sich eine kleine Staubwolke auf. Lachend und schallend spielte er mit seinem grünen Ball, den ihm sein Vater geschenkt hatte. Es war ein wundervoller Sonntag am Meer. Die Sonne schien so warm auf die Haut, dass es zu Kribbeln begann. Der Himmel strahlte so blau wie das Lieblingseis von Philipp. Er liebte es so sehr, dass er jeden Abend freiwillig um Acht zu Bett gehen würde, wenn er zuvor eine große Kugel Schlumpfeis bekäme.
Philipp tobte am Wasser hin und her und schoss seinen grünen Ball mit aller Kraft in den blauen Himmel. Im hohen Bogen flog der Ball davon, als handelte es sich um einen Vogel. Philipp sah ihm erstaunt nach. Und rannte hinterher. Da geriet er ins Wanken, stolperte über eine Sandburg und fiel der Länge lang zu Boden.