Silbenton

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Schlagwort: herbst (Seite 2 von 2)

Am Drachenberg

Im raschelnden Laub
Zum Prasseln des Regens
Wand’re ich still durch den Wald.
Die Stadt ist fast lautlos
Fernab von den Wegen,
Ich atme und mache kurz Halt.

Mein Blick geht nach oben
Und schweift durch die Wipfel,
Wo Bäume den Himmel berühr’n.
Ein Specht schlägt die Borke,
Die Vögelein singen,
Ich kann ihre Fröhlichkeit spür’n.

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Goldregen

Goldener Herbst

von David Damm

Der Wind bläst durch die Wälder,
Vertreibt die Blätter bunt,
Fegt übers Land und Felder
Zur späten Abendstund‘.

Erst fallen sie nur einsam,
Ganz zag, gar zögerlich.
Doch bald schon wird gemeinsam
Der letzte Tanz zur Pflicht.

Ein Ahornblättchen dreht sich,
Fliegt durch die Lüfte weit,
Und dann gesellt sich lieblich
Ein Birkenblatt zu zweit.

Als drittes kommt die Linde
Und sagt beherzt ade,
Geht fort mit starkem Winde,
Treibt auf dem dunklen See.

Die Pappeln und die Weiden,
Die an dem Ufer steh’n,
Sie lassen sich entkleiden
Und quer durchs Lande weh’n.

Zu tausenden Millionen
Verfliegt der gold’ne Wald,
Bis aller Bäume Kronen
Im Winde still verhallt.

Im Grunewald

von David Damm

Die Blätter schimmern silbergold
Nach einem Stadtlandregen,
Die Sonne hat uns Glück gezollt,
Kaum Dunst liegt auf den Wegen.

Es knackt im Holz, dein scheuer Blick,
Die Luft so rein und klar,
Die Füße tragen Stück für Stück,
Mein Herz klopft sonderbar.

Die Wildschweinrotte wühlte tief
Am feuchten Wegesrand,
Hab keine Furcht, nichts gehet schief,
Fest halt′ ich deine Hand.

In Einsamkeit mit Sinnesruh
Durchschreiten wir den Wald,
Im Dunkeln sieht uns niemand zu,
Du zitterst, es wird kalt.

Ich lege meinen Arm um dich,
Mein allerliebstes Kind,
Und spürest du die Wärme nicht,
So ist′s der kühle Wind.

Bald rasten wir am Teufelssee
An einer Haselnuss,
Und flüchtig wie ein junges Reh
Schenkst du mir einen Kuss.

Oktober

von David Damm

Städter eilen durch die Straßen,
Wo die Einsamkeit entspringt,
Wenn die Kälte vor den Mänteln
Unter Haut und Leder dringt.

Wolken walzen über Häuser,
Hoch wie Türme steh’n sie starr,
Grau in grau trotzt die Fassade,
Und ein Fenster klappert da.

Regen prasselt gegen Scheiben,
Schirmchen biegen sich gar krumm,
Könnt‘ ich nur ein Stück verweilen,
Und Entfliehen vor dem Sturm.

Herbstlust

Herbstlustvon David Damm

Der Wind bläst durch die Wipfel,
Zerwühlt das Laubgewand,
Und wirbelt bunt die Blätter,
So wild, aus Lust entbrannt.

Die Sonne strahlt hernieder
Und scheint mit gold’nem Licht,
Dass rot die Wangen glühen
In Herbstes Angesicht.

Die Früchte dieses Sommers,
Gesüßt vom Sonnenkuss,
Geerntet von dem Winde
Zum sinnlichen Genuss.

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Herbstball

Meine Finger wohl geformt,
Rund zu einer hohlen Hand,
Fällt das Licht verspielt in Wellen,
Kitzelt leicht, fast unerkannt.

Und ein Wind geht durch die Gräser,
Knistert Laub, zerzaust mein Haar,
Blätter tanzen endlos Walzer,
Lichtfonie ganz sonderbar.

Und die Sonnenstrahlen bündeln,
Fangen sich auf meiner Haut,
Herbstball spendet letzte Wärme,
Sommers Abschied winzig laut.

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Thema von Anders Norén.