Das Blog für Lyrik, Prosa, Musik und Ton.

Schlagwort: meer (Seite 1 von 1)

An der Nordseeküste

Ich sitze still am feinen weißen Strand,
Die Wellen kitzeln meine blassen Zehen,
Zwei Möwen landen neben mir im Sand,
Der Wind lässt ihr Geschrei im Nu verwehen.

Das Meer rauscht leise und mit salz’gem Duft,
Drei weiße Wölkchen ziehen rasch nach Norden,
Nur eine löst sich auf in heißer Luft,
Inzwischen ist es abendlich geworden.

Die Kleckerburgen steh’n verlassen da,
Die Gräben werden von der Flut verwaschen,
Die Sonne ist dem Horizont so nah,
Und ich pack meine Badeausflugtaschen.

David Damm, 2021

Dieses Gedicht wurde im Rahmen der Juniverse-Challenge zum Begriff »Kleckerburg« verfasst.

Der Romantiker

Der Franz ist ein Romantiker,
Er liebt die Frauen wirklich sehr,
Doch eines mag er noch viel mehr:
Das endlos weite, wilde Meer.

So ist auch niemand arg erstaunt,
Dass Franz besonders gut gelaunt,
Wenn alles Glück zusammentrifft:
Dann packt es ihn und er den Stift.

Daheim schreibt er in süßen Zeilen,
Was er gedenkt ihr mitzuteilen,
Wenn sie sich seh’n am weißen Strand,
Wo er dann greift nach ihrer Hand.

Es braucht kein Geld und keine Firmen:
Spaziergang unter Sonnenschirmen
Zum Sonnenuntergang am Meer,
Und eine Frau, die Mann begehrt.

Die Sonne sinkt, die Nacht bricht an,
Die Sterne funkeln irgendwann,
Und beide wissen insgeheim,
Die Liebe kann für immer sein.

David Damm, 2021

Dieses Gedicht wurde im Rahmen der Juniverse-Challenge zum Begriff »Sonnenuntergang« verfasst.

Großbeeren

Ein Taucher, daheim in Großbeeren,
Der träumte von tiefblauen Meeren,
Statt Wellen und Strand
Gab’s märkischen Sand
Und täglich die Einfahrt zu kehren.

David Damm, 2020

Sommer am Meer

Wenn Stürme durch die Lande weh’n,
Und Herbste, Winter, Frühling geh’n,
Dann steh’n wir zwei am großen Meer,
Die Wellen gehen hin und her,
Die Sonne sinkt und leuchtet aus,
Ich halte einen Blumenstrauß
Und schenk‘ ihn dir bei Mitternacht,
Bezeugt von funkelnd‘ Sternenpracht.

David Damm, 2020

Weiterlesen

Milben

Abertausend kranke Milben
Schwappen durch der Schiffe Bilgen,
Uns’re Arche ächzt und stöhnt.
Stumm stehst du mit deinen Silben,
Hilflos, um die Schuld zu tilgen,
Doch das Wasser bebt und dröhnt.

David Damm, 2017