Das Blog für Lyrik, Prosa, Musik und Ton.

Schlagwort: wasser (Seite 1 von 1)

November

Der Nebeldunst schwebt überm See,
Und alle Nymphen schweigen,
Am Ufer grast ein scheues Reh.
Der Nebeldunst schwebt überm See,
Der Wind steht still, bald gibt es Schnee,
Kein Blatt hängt an den Zweigen.
Der Nebeldunst schwebt überm See,
Und alle Nymphen schweigen.

David Damm, 2020

Ein Triolett zum Thema November im Rahmen des Lyrimo (Lyrikmonat).

Rabauken

Rabauken
Auf Luftmatratzen,
Die Wellen toben,
Ahoi, wir sind Matrosen,
Unsinkbar.

David Damm, 2020

Eines von elf Elfchen, geschrieben am 11. 11., dem Elfchen-Tag.

Ballerina

Ballerina
Am Strand,
Die Zehenspitzen kühlen,
Eine Welle braust heran,
Nässe.

David Damm, 2020

Eines von elf Elfchen, geschrieben am 11. 11., dem Elfchen-Tag.

Sommer

Sommer,
Ohne Badehose
Nicht ins Wasser,
Nass ist es trotzdem,
Erfrischend.

David Damm, 2020

Eines von elf Elfchen, geschrieben am 11. 11., dem Tag der Elfchen.

Stralsund

Es suchte ein Sammler in Stralsund
Im Hafen direkt hinter’m Stahlspund,
Doch selbst nach drei Wochen
Fand er keinen Rochen,
So tat er ’s Gesuch an ’nem Pfahl kund.

David Damm, 2020

Der klare Fluss

Es fließt der Wodka durch meinen Rachen
Und stürzt meine Kehle hinunter,
Das bringt mein Gemüte herrlich zum Lachen
Und macht meinen Geist wieder munter.

David Damm, 2018

Vergieß mein nicht

Vergieß mich,
Vergieß mich nicht,
Vergieß mich,
Vergieß mich nicht,
Vergieß mich,
Vergieß mich nicht,
Vergieß mich –
Dachte das

Wasser
In der
Gieß
k
a
n
n
e

David Damm, 2017

Milben

Abertausend kranke Milben
Schwappen durch der Schiffe Bilgen,
Uns’re Arche ächzt und stöhnt.
Stumm stehst du mit deinen Silben,
Hilflos, um die Schuld zu tilgen,
Doch das Wasser bebt und dröhnt.

David Damm, 2017

Schwante

Es lebte ’ne Tante in Schwante,
Sie war ’ne entfernte Verwandte,
Und wurde ihr heiß,
Da tropfte der Schweiß
Und perlte das Aqua Frizzante.

David Damm, 2016

Augenblick I – Frühling

Sanft sprudelt das Wasser der Quelle,
Zweige wiegen tanzend im Wind,
Zarte Knospen befreien sich des Mantels,
Die der Kälte verdrossen sind.
Lieblicher Duft verbreitet sich,
Erleuchtet das Farbenmeer,
Vogelstimmen erklingen hell,
Verzaubern den Wald so sehr.

Zaghaft beginnt ein neues Leben,
Dem der junge Fisch entspringt,
Unbeholfen platscht die Flosse,
Vom Rhythmus der Natur beschwingt.
Begibt sich auf die lange Reise,
Stets flussabwärts mit den Wellen,
Entdeckt die Welt mit großen Augen,
Verwunsch’ne Plätze und Gesellen.

David Damm, 2005

Feuerlöscherwandhydrant

Bemerkst du einen kleinen Brand,
Der durch ’nen Funkenschlag entstand,
In einem Haus mit Wohnbestand,
So schlag Alarm im Hausverband.

Und findest du an einer Wand
Den Feuerlöscherwandhydrant,
So schnapp ihn dir mit einer Hand
Und lösch den Wohnungszimmerbrand.

Doch hast du keinen Wandhydrant,
Und nur ’nen flachen Wasserstand,
Dann nimm ’ne Schippe voll mit Sand.
Und die Gefahr ist rasch gebannt!

David Damm, 2015