Ein Lichtlein haben wir entzündet, Die Weihnachtskerze strahlt so hell, Von alten Bräuchen her begründet. Ein Lichtlein haben wir entzündet, Das Wärme bringt, von Hoffnung kündet, Und um uns funkelt – punktuell. Ein Lichtlein haben wir entzündet, Vier Weihnachtskerzen strahlen hell.
David Damm, 2021
Ich wünsche euch mit diesem kleinen Gedicht einen schönen 4. Advent und besinnliche Feiertage!
Ein Reh steht im Regenwald, es will sich nicht regen, Weil der Regen unentwegt aufs regungslose Rehfell fällt. Angeregt beobachtet das Reh einen winzigen Regenwurm, Wie er sich durch die regennassen Pfützen windet.
Die weiße Gans steht ganz entzückend Auf bunter Wiese Blümchen pflückend, Hans steht am Zaun, er lächelt, lacht, Bestaunt die Gans in ihrer Pracht.
Sie zupft am Federkleid, sich schmückend, Doch dann droht dicke Luft – bedrückend, Das schwere Gattertor geht auf, Die Gans ist klug – macht Dauerlauf.
Der Bauer hinkt auf krummen Krücken, Er flucht, verdammt, aus vollen Stücken: »Du dumme Gans bleib endlich hier, Ich krieg dich schon, du blödes Tier!«
Der Bauer schnauft und will sich bücken, Da schießt ihm Schmerz in seinen Rücken, Die Gans quietscht laut vor Angst und Schreck, Der Bauer schwankt und sitzt im Dreck.
Rasch nimmt er ein paar Whiskeyschlücke, Auf dass sein Leiden sich verdrücke, Und als er wieder um sich sieht, Sieht er noch wie die Gans entflieht.
Das Tor steht offen, schwups, ruckzück, War sie entfleucht, kein Blick zurück, In weiter Ferne wippt der Schwanz, Und Hans macht einen Freudentanz.
Die Gans gerettet, ganz im Stück, Der Hans ist außer sich vor Glück, Er wünscht ihr noch ein langes Leben, Von vielen Gänseklein umgeben.
Der eine nimmt etwas und taucht es in Tinte, Der Jäger erlegt es mit seiner Schrotflinte, Manch einer ruht nachts auf dem weißen Kleid, Ein and’rer verspeist es zur Herbsteszeit, Mit Rotkohl und Klößen wird es kredenzt, Gebacken im Ofen bis es goldbraun glänzt. Falls sie’s noch nicht wissen, dann geh’n ’se raten, Das Lösungswort heißt nämlich ….
David Damm, 2021
Ich glaube, das Rätsel ist nicht allzu schwer. Wer noch einen Tipp braucht, der möge an den heutigen Tag denken. 😉
Wer jetzt in seiner Stube sitzt, Die Türen fest verriegelt, Den muss man packen, und dann flitzt Man raus geschwind zum nahen See, Wo’s Herbstlaub sich drin spiegelt. Doch wer in seiner Stube sitzt, Hält Türen meist verriegelt.
für wochen gefangen im häuslichen turm / zurückgewonnene freiheit entfacht das leben im sturm nur einsame runden im endlosen regen / endlich wieder hinaus ohne masken und regeln mittags abgespeist mit reis und petersilie / sich die ersehnte reise erfüllen zu der familie mit blassen wangen vor dem spiegel gestanden / vom alltag ablassen und in der ferne stranden in den seilen gehangen vom langen verstecken / die aussicht an steilen passagen entdecken wann den letzten eisbecher im café gegessen / wanderschuhe werden zum eisbrecher an alpenpässen die ewig gleiche sicht übers platte heimatland / neue platten beschallen den hungrigen verstand wie ein fauler wal tagein tagaus in der bude gehockt / du hast die wahl und nun wird die welt gerockt