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Schlagwort: haufenreim (Seite 1 von 2)

Tausend Tomaten

Tausend kleine Tomaten
Hängen in meinem Garten,
Ich kann es kaum erwarten,
Bis ich sie ernten kann.

Noch sind es grüne Bälle,
Doch bald geht es ganz schnelle,
Dass ich sie auf der Stelle
Mir einverleiben kann.

Bestimmt in ein paar Tagen,
Wenn sie sich Rot auftragen,
Dann werde ich es wagen,
Bis dahin bleib’n sie dran.

So muss ich mich noch zügeln,
Werd‘ graben in den Hügeln,
Die Gartenschürze bügeln,
Zieh‘ sie zur Ernte an.

David Damm, 2020

Dieses Gedicht wurde im Rahmen der Juniverse-Challenge verfasst.

Annas Farm

Anna macht‘ am Tag Spagat,
Harald sah das ganz als Spaß,
Danach aß man Blattsalat,
Manchmal gab’s dann Ananas.

Annas Lamm kam ganz rasant,
Harald nahm das Lamm an’s Band,
Das Alpaka sprang galant,
Was das Lama lahm gar fand,
Annas Gans saß da am Rand,
Fraß das Gras, was grad da stand.

Nachts ward’s kalt, das gab Alarm,
Anna lag an Haralds Arm.
Anna – das war Haralds Spatz,
Harald – das war Annas Schatz.

David Damm, 2020

Dieses Gedicht wurde im Rahmen der Juniverse-Challenge verfasst.

Tete-a-Tete

Ich sitze im Cafe
Am Ufer von der Spree,
Bestelle mir Püree,
Kopfschüttelnd sagt sie: »Nee,
Bei uns gibt’s nur Kaffee,
Ein Kännchen Minzetee,
Rhabarberkirschbaiser, … «

Ich stoppe sie: »Okay,
Ich nehm‘ Cafe au Lait,
Ein Stück von dem Baiser
Mit schön viel Sahneschnee.«

Sie nickt und macht ’nen Dreh,
Es schmerzt in mir, o weh,
Sie steht auf meinem Zeh.
»Oh nein«, sagt sie, »herrje,
Ich schusseliges Reh,
Ich schenk dir ein Baiser« –
Und gibt mir einen Kuss.

David Damm, 2019

Der Osterhase

Der Osterhas‘ mit Namen Lars
Saß früh bis spät im tiefen Gras
Und neben ihm ein Wasserglas.
Den Pinsel tunkte er aus Spaß
In rot, gelb, blau und grün wie Gras,
Gekochtes Ei, nicht ausgeblas‘,
Bemalte er nach Augenmaß,
Bevor er’s hungrig selber fraß.

David Damm, 2019

Das rote Pferd

Was macht das Pferd im Herd, wo es nicht hin gehört?
Es hat den Nachbarn, ständig wiehernd, nur gestört,
Da hat er es gepackt und knusprig braun gebackt,
Damit das Pferd ihm ein, zwei Mahlzeiten beschert.

David Damm, 2019

Abschied

An einem Morgen fand ich Spuren im Sand,
Und ich wusste, es waren die deinen,
Der Wind blies die Wellen über den Strand,
Und ich musste fürchterlich weinen –
Bis das Sandkorn aus meinem Auge verschwand.

David Damm, 2019

Kiefern

Wir wollten sie nie:
Die Monotonie
Der Waldkompanie,
In Reihe und Glie _ d.

D’rum brechen wir sie!

David Damm, 2018

Essig

Am liebsten ess‘ ich abends ganz lässig Sülze in Essig,
D
enn dann vergess‘ ich wie stressig mein Tag war.

David Damm, 2017

Regenguss

Seit Wochen schwänzt der Sommer,
Der Himmel droht ihm mit Verdruss,
Er öffnet seine Schleusen
Und schmettert einen Donnerkuss,
Die Bäume wanken, zittern,
Die Straße fließt als breiter Fluss,
Doch Baden ist verboten.
So schnell wie’s kam, so war’s auch Schluss,
Betropft sind meine Fenster,
Nur blöd, dass ich sie putzen muss.

David Damm, 2017

Der junge Stieglitz

Abends wander‘ ich durch Steglitz,
Von der Arbeit mausetot,
Und da sitzt am Weg ein Stieglitz
Frisch betupft mit Gelb und Rot.

Helle Freude wiegt sein Antlitz,
Eifrig pickt er Krumen Brot, –
Doch dann flieht er wie ein Potzblitz,
Weil er glaubt, er wird bedroht.

Fort entschwunden durch den Zaunschlitz,
Fliegt er weit in seiner Not,
Und so tönt das Lied des Stieglitz
Durch das müde Abendrot.

David Damm, 2017