Das Blog für Lyrik, Prosa, Musik und Ton.

Schlagwort: liebe (Seite 1 von 3)

Mandy

Mandy und Andy lieben Brandy,
Aber Sandy liebt nur Mandy.

David Damm, 2020

Prost! 🙂 Und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Frauenschwarm

George Clooney ist ein Frauenschwarm,
Doch ich bin Frauenschwärmer,
Denn wenn ich eine Hübsche seh‘,
Glüht mir mein Herz stets wärmer.

David Damm, 2020

Mohnliebe

Siehst du den Mohn im Feld dort stehn?
Er kann nicht fort, er kann nicht gehn.

Er winkt mir zu von Wies‘ und Feld,
Wo Korn wächst für das Brot der Welt.

Doch welch ein Ziel hat Mohn im Sinn?
Er ist nur schön und gibt sich hin.

Sein Stiel ist grün, das Blatt ist rot,
Er blüht und blüht bis zu dem Tod.

Der Mohn schwingt hin, zur Seit‘ und her,
Jetzt lieb ich ihn im Wind noch mehr.

Er reckt und streckt sich hin zum Licht,
Nur feucht und nass, das mag er nicht.

Er strahlt selbst nachts bei Mond und Stern,
Drum hab ich Mohn in rot so gern.

David Damm, 2020

Ein einsilbiges Gedicht im Rahmen des Lyrimo (Lyrikmonat).

Schluss

Du gabst mir auf den Mund ’nen Kuss,
Doch weil ich nun weit fort gehn muss,
Ist mir mein Herz so leer und schwer,
Es weiß, du kommst nicht mit – nie mehr.

David Damm, 2020

Ein einsilbiges Gedicht im Rahmen des Lyrimo (Lyrikmonat).

Posen

Ein Liebhaber liebte in Posen
Die Blumen und wildroten Rosen,
Er riss sie flink aus,
Und trug sie nach Haus,
Verpackt in zwei Blechbutterdosen.

David Damm, 2019

Abschied

An einem Morgen fand ich Spuren im Sand,
Und ich wusste, es waren die deinen,
Der Wind blies die Wellen über den Strand,
Und ich musste fürchterlich weinen –
Bis das Sandkorn aus meinem Auge verschwand.

David Damm, 2019

Verliebt, verlobt, verheiratet


In unserer modernen Zeit
Ist’s gar nicht ungewöhnlich,
Wenn du dir einen Partner suchst,
Per Smartphone, nicht persönlich.

Die App ist zügig installiert,
Ein Klick im Internet,
Die Finger wischen links und rechts,
Du tippst geschwind im Chat.

Die Bits und Bytes schwirr’n hin und her,
Ihr funkt auf einer Welle,
Und ständig wenn die App vibriert,
Schlägt’s Herz ein wenig schnelle.

Die virtuelle Welt ist schön,
Doch in real ist’s schöner,
D’rum läd er dich zum Essen ein,
Mit Stil beim Italiener.

Die Sterne leuchten ach so hell,
Der See lockt zum Spazieren,
Er greift nach deiner zarten Hand,
Dich scheint’s zu amüsieren.

Und irgendwann, da sitzt ihr zwei
Gekuschelt vor’m Kamin,
Der erste Kuss, ein Funkenflug,
Bis beide Herzen glüh’n.

Nach Jahren eurer Zweisamkeit
Mit vielen glücklich‘ Stunden,
Wollt ihr die Liebe heut‘ so schön
Mit einem »Ja« bekunden.

David Damm, 2017

Philharmonie

Sie wuschelte durch Phils Haar, Moni lachte,
Tausend Diamanten funkelten,
Und soviel Harmonie durchströmte ihre Brust,
Dass sie am liebsten vor Glück
In die Wellen am Ufer
Der Philharmonie gesprungen wäre.

David Damm, 2017

Tausend Meilen

Tausend Meilen will ich gehn,
Nur um dich ganz nah zu sehn,
Dich in meinen Armen halten
Und die Zukunft mitgestalten.

David Damm, 2005

Zwiegespräch im Zoo

Es stand in einem Zoo allein
Ein Flamin-Go auf einem Bein.
Das Känge-Ruh sprach durch den Zaun:
»Nun sieh mal zu, du armer Clown,
Nimm deine Beine in die Hand,
Zieh Leine in ein fernes Land!«

»Das ist so leicht dahin gesagt,
Ich fühl mich wohl und bin gefragt,
Mein pinkes Kleid hab ich drapiert
Und flink werd ich fotografiert,
Die Gäste seh’n mich staunend an,
Weil ich das Steh’n am schönsten kann.«

»Du selbstgerechtes Vögelein,
Sei nicht so dumm, du bist allein,
Willst du denn nicht ein Herz berühr’n?
Und Liebe in den Federn spür’n?«
Da wandte sich der Flamin-Go
Und zeigt‘ pikiert den pinken Po.

David Damm, 2017

Vergieß mein nicht

Vergieß mich,
Vergieß mich nicht,
Vergieß mich,
Vergieß mich nicht,
Vergieß mich,
Vergieß mich nicht,
Vergieß mich –
Dachte das

Wasser
In der
Gieß
k
a
n
n
e

David Damm, 2017

1000 Tulpen

Tausend Tulpen steh’n da draußen
Vor der Tür und künden dir
Von dem Frühling meines Herzens
Und der Sehnsucht, die floriert.

David Damm, 2017

Wegweiser

Es brennt ein Lichtlein auf dem Sims,
Das Fenster steht geöffnet,
Und wenn der Wind nur leise geht,
Dann findest du den schmalen Weg
Zu meines Herzens Pforte.

David Damm, 2017

Augenblick IV – Winter

Jede Nacht starrt sie in die Ferne,
Trotzt Wind, Schnee und Eis.
Betrachtet so den Sternenhimmel,
Umgeben von schillerndem Weiß.
Der Winter zerrt an ihren Kräften,
Doch sie gibt ihn niemals auf,
Aug’ in Aug’ sehen sie sich an,
Das Schicksal nimmt seinen Lauf.

Tränen rollen über ihre Wangen,
Ein heftiger Sturm kommt auf,
Gefrieren zu funkelnden Perlen,
Zersplittern und fliegen hinauf.
Im glitzernden Dunkel der finsteren Nacht
Erstrahlt die Hoffnung und scheint,
Im Sternzeichen der fischenden Rose
Auf ewig beisammen vereint.

David Damm, 2005

Hiermit endet das Gedicht vom Fisch und der Rose. Zum Nachlesen der vorherigen Teile gehts hier zum Frühling, Sommer und Herbst.

Kleiner Stern

In jeder dunklen klaren Nacht,
Die Sterne hoch am Himmelszelt,
Mit Glitzerfunkeln still bedacht,
Bereisen strahlend diese Welt.

Der Mond erwacht mit gelbem Schleier,
Selbst müde grüßt er die Planeten,
Winkt zag der hübschen Cassiopeia,
Im Flug umtanzt von Schweifkometen.

Und dann ein Stern, so hell und klein,
Steht da, von mir berührt, und lacht,
Und leuchtet tief ins Herz hinein,
Tagaus, tagein und Nacht für Nacht!

David Damm, 2008

Augenblick III – Herbst

Gummistiefel waten durch das Moor,
Und halten am Ufer zur Rast,
Die finstere Schlinge wird ausgeworfen,
Die Versuchung wird ihm zur Last.
Blitz und Donner, Naturgewalten,
Prasselnder Regenschauer,
Aufgegeben, zugeschnappt,
Versunken in elender Trauer.

Während er flog, hat er sie angeschaut.
Er sah ihr tief in die Augen.
Sie erwiderte seinen Blick,
Am Himmel flogen weiße Tauben.
Glückshormone schossen durch ihre Adern,
Erfüllten sie mit Glückseligkeit.
Tränen fielen, Freudentaumel,
Ende der gemeinsamen Zeit?

David Damm, 2005

Das ist die herbstliche Fortsetzung des Gedichts vom Fisch und der Rose. Hier gehts zu den vorherigen Teilen vom Frühling und Sommer.

Der Hausspatz

spatzen-am-meisenknoedel

An einer Ecke in Berlin
Schwingt an ’nem Straßenschild
Ein Meisenknödel hin und her,
Und macht die Spatzen wild.

Sie kommen aus dem Waldgesträuch
Und piepsen keck mit Lust,
Ein Sonnenblumenkern, der schmeckt,
Und stärkt die schmale Brust.

Die Menschen fegen durch das Laub,
Die Spatzen fliegen flach,
Sie stieben fort als flinker Schwarm,
Und landen auf dem Dach.

Der Schornstein raucht, der Himmel blaut,
Die dünnen und die dicken,
Die hocken sich im Sonnenschein
Auf’s Fensterbrett und picken.

Der Giebel ist aus rauhem Holz,
Dahinter Gelb vom Stroh,
Ein Spatz schlüpft durch den engen Spalt,
Und haust dort warm und froh.

November liegt schon in der Luft,
Es tschilpt ein kleiner Matz,
Gefüttert werden möcht‘ er liebst
Von seinem Elternspatz.

David Damm, 2016