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Juniverse 2024

Schon wieder ist es Juni geworden und das letzte Jahr war hier sehr still. Trotzdem möchte ich nicht umhin kommen, auch dieses Jahr wieder eine Wortliste für die Juniverse bereitzustellen! Wer die Juniverse noch nicht kennt, kann in den Aufrufen der vergangenen Jahre (2020, 2021, 2022, 2023) und den dort entstandenen Gedichten (#juniverse2020, #juniverse2021, #juniverse2022) stöbern.

Das Prinzip ist einfach. Ich gebe eine Wortliste mit 30 Wörtern vor und an jedem Tag im Juni soll aus dem jeweiligen Tageswort ein Gedicht entstehen. Da es inzwischen schon das fünfte Jahr ist, habe ich mir für dieses Mal etwas besonderes ausgedacht, doch dazu weiter unten mehr.

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Juniverse 2023

Schon wieder ist es Juni geworden und damit höchste Zeit die nächsten Juniverse ins Leben zu rufen! Wer die Juniverse noch nicht kennt, kann in den Aufrufen der vergangenen Jahre (2020, 2021, 2022) und den dort entstandenen Gedichten (#juniverse2020, #juniverse2021, #juniverse2022) stöbern.

Das Prinzip ist einfach. Ich gebe eine Wortliste mit 30 Wörtern vor und an jedem Tag im Juni soll aus dem jeweiligen Tageswort ein Gedicht entstehen. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt, solange euer Gedicht irgendwie mit dem Wort zu tun hat. Das Wort muss nicht im Titel oder Text verwendet werden, es sollte aber ein Zusammenhang zu eurem Gedicht erkennbar sein.

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Schrift

Schrift
Trägt wichtige
Informationen über Generationen,
Füllfederhalter auf Blatt Papier,
Traditionell.

David Damm, 2022

Dieses Elfchen entstand im Rahmen der Aktion #ElfchenZumElften von „Dein Poet“ zum Thema Stifte.

Juniverse 2022

Der Juni ist da und somit wird es erneut Zeit für die nächsten Juniverse! Wer die Juniverse noch nicht kennt, kann in den Aufrufen der beiden vergangenen Jahre (2020, 2021) und den dort entstandenen Gedichten (#juniverse2020, #juniverse2021) stöbern.

Das Prinzip ist einfach. Ich gebe eine Wortliste mit 30 Wörtern vor und an jedem Tag im Juni soll aus dem jeweiligen Tageswort ein Gedicht entstehen. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt, solange euer Gedicht irgendwie mit dem Wort zu tun hat. Das Wort muss nicht im Titel oder Text verwendet werden, es sollte aber ein Zusammenhang zu eurem Gedicht erkennbar sein.

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Juniverse 2021

Nachdem es im letzten Jahr so viel Spaß gemacht hat und einige von euch auch mitgemacht haben (das hat mich besonders gefreut 🙂 ), starte ich dieses Jahr mit einer neuen Gedichte-Mitmachaktion zum Thema »Sommer«.
Denn wie lange warten wir dieses Jahr schon darauf, dass es endlich wärmer wird, wir wieder häufiger raus an die frische Luft können, ohne uns nasse Füße oder einen Schnupfen zu holen? Na klar, viel zu lange. Denn der Mai mauserte sich zum neuen April und bescherte uns in Berlin viele Wolken, Regen, Hagel und sogar Schneeschauer. Sonnenschein oft Fehlanzeige.
Umso schöner ist es, dass nach dem Mai der Juni kommt, der Wetterbericht sonnige Tage verspricht, auch die Inzidenzzahlen fallen, man ab Freitag sogar ohne einen aktuellen Corona-Test oder Impfnachweis unter freiem Himmel im Biergarten sitzen darf. Man darf sich in größeren Gruppen treffen und sogar die Urlaubsorte öffnen ihre Pforten. Das ist doch was, oder? Wer sich dadurch genauso motiviert und inspiriert fühlt wie ich, der möge auf jeden Fall mitmachen und einen Monat lang jeden Tag ein Gedicht schreiben.

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Juniverse

Letztes Jahr kam mir die Idee, dass es neben all den kreativen Challenges zum Schreiben und Zeichnen unbedingt eine für Gedichte geben sollte. Gedichte sind mein Steckenpferd und die Aktion soll mir (und wenn ihr wollt, auch euch) einen kleinen kreativen Impuls geben.

Einen Monat lang jeden Tag ein Gedicht schreiben.
30 Tage = 30 Gedichte

Für den Oktober gibt es den Inktober, für den November den NaNoWriMo, aber was ist mit dem Sommer? Eine Zeit, in der man jeden Tag draußen ist, sich mit Freunden trifft oder etwas unternimmt, neue Menschen und Länder kennen lernt. Da bleibt für tägliches Schreiben wenig Zeit, mag man einwenden, aber das ist ja das Schöne an Gedichten, dass sie nicht episch lang sein müssen. Mitunter reicht schon ein Zweizeiler.

Wie funktioniert Juniverse?

Ich gebe eine Liste von Wörtern vor. Für jeden Tag im Juni genau eins. Als erstes Wort und thematischer Oberbegriff dient »Garten«, denn da lässt es sich bei hoffentlich sommerlichen Temperaturen mit einem kühlen Bier in der Hängematte liegend und dem Zwitschern der Vögel lauschend gut aushalten.
Das jeweils vorgegebene Wort muss nicht zwingend verwendet werden – kann aber. Das Gedicht sollte im weitesten Sinne mit dem Wort zu tun haben. Form und Länge des Gedichts sind völlig frei: es darf gereimt werden oder nicht, ein kurzer Zweizeiler oder Gedichte jeglicher Formen wie zum Beispiel Elfchen, Haiku, Volksliedstrophe, Sonett, visuelle Poesie sind möglich.

Hashtags zum Posten

Wer seine erstellten Gedichte in den sozialen Netzwerken posten möchte, kann die Hashtags #juniverse und #juniverse2020 (bei WordPress, Twitter, Facebook, Instagram) nutzen, damit die Texte leicht gefunden werden können. Ansonsten habt ihr auch die Möglichkeit direkt unter meinen Gedichten zum jeweiligen Tag euer Werk in den Kommentaren zu posten.

Los geht’s mit der Wortliste

  1. Marienkäfer
  2. Seerose
  3. Molch
  4. Nachtigall
  5. Regenwurm
  6. Vogelhäuschen
  7. Teich
  8. Fuchs
  9. Kohl
  10. Sonnenschirm
  11. Erdbeerkuchen
  12. Insektenhotel
  13. Grashalm
  14. Summen
  15. Hängematte
Wörter der Juniverse-Challenge 2020. Das Bild darf gern verwendet und geteilt werden.
Die Hintergrundfarbe nennt sich übrigens »Grasgrün«.

Also, haut in die Tasten! Ich lass mich überraschen, ob euch etwas einfällt. Ich bemühe mich, jeden Tag das passende Gedicht hier zu veröffentlichen. Da ich nicht vorgearbeitet habe, was aber jedem nach Lust und Laune frei steht, kann es bei mir vielleicht auch mal einen Tag länger dauern.

Wer ist mit dabei?

Bisher nehmen folgende Bloggerinnen und Blogger an der Juniverse-Challenge teil:

Mystery Blogger Award

Ich habe nicht schlecht gestaunt, als Audrey von »Audrey im Wanderland« mir vor einiger Zeit den Mystery Blogger Award verliehen hat.

Vielen, vielen Dank! 🙂

Auch wenn dieser Award ein bisschen wie ein Kettenbrief daher kommt, möchte ich ihre Bitte nicht abschlagen und mich ihren Fragen stellen. Ehrensache! Hoffentlich kommen jetzt nicht andere auf die gleiche Idee und überschwemmen mich mit Nominierungen. Ein Award pro Jahr reicht doch völlig. Der Preis der Leipziger Buchmesse wird ja schließlich auch nur einmal im Jahr vergeben. 😉

Der Award

Der Mystery Blogger Award wurde von Okoto Enigma erfunden. Sie ist selbst Bloggerin und hatte irgendwann die Idee, ihren Followern richtig gute Blogs vorzustellen, die sie selbst regelmäßig liest, die aber ihren Lesern vielleicht noch unbekannt waren. Gleichzeitig sollte damit einfach »Dankeschön« für die unzähligen lesenswerten Beiträge gesagt werden.

Die Nominierung

Ich wurde von Audrey nominiert und möchte sie euch kurz vorstellen. Audrey läuft gerne. Sie unternimmt am liebsten Mehrtageswanderungen (man könnte auch sagen: Mehrwochenwanderungen) und schildert ihre Erlebnisse so lebendig und unterhaltsam, dass man glaubt, man hätte die Wanderung mit ihr gemeinsam erlebt. Wenn eine Tagesetappe einfach nur öde ist, sie niemandem begegnet und zu allem Überfluß das Wetter nervt, dann schafft sie es in jeder noch so aussichtslosen Situation mit ihren inneren Monologen und verrückten Gedanken ein Schmunzeln beim Leser hervorzuzaubern.

Ich bedanke mich recht herzlich bei dieser jungen Dame, die mich mit den folgenden Worten nominiert hat:

David von Silbenton, dessen Wortwitz in seinen teils kleinen Zeilen so groß ist, dass ich mir wünschte, selbst darauf gekommen zu sein, muss ich ebenfalls dringend nominieren, denn er bringt mich mit seinen Texten immer wieder zum Lachen.

Audrey im Wanderland

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9 Minuten

Es geht los! Ich starte ein neues Projekt namens »9 Minuten«. Es geht wieder mal ums Schreiben. Der Startschuss dafür fiel gestern am 9.9.2016 – das einzig richtige Datum mit den drei Neunen. 😉
Wenn du wissen willst, was sich dahinter verbirgt und wie es genau funktioniert, dann schau einfach im neuen Blog vorbei.

Die Uhr tickt!

9minuten.wordpress.com

Das Kofferwort

Ein Kofferwort setzt sich in der Regel aus zwei Wörtern zusammen. Dabei überlappen sich diese so, dass das Ende vom ersten Teilwort den Beginn des zweiten Teilwortes bildet. Ein einfaches Beispiel:

Sommerabend + Abendmahl = Sommerabendmahl

Sommerabendmahl ist ein reines Kofferwort, da beide Teilwörter vollständig enthalten sind. Es gibt jedoch auch unreine Kofferwörter, die so miteinander verschmolzen sind, dass von den Teilwörten nur Bruchstücke übrig geblieben sind. Sehr bekannt ist zum Beispiel das eingedeutschte Wort »Brunch« bestehend aus »Breakfast« und »Lunch«. Aus den vorhandenen Buchstaben von »Brunch« lassen sich nicht die ursprünglichen Wörter herleiten.

Johannisbeere + Stachelbeere = Jostabeere
Smoke + Fog = Smog

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Randzonenpoesie

Manchmal sitzt man vor der Tastatur, versucht seine Gedanken zu formen und in einem poetischen Text oder Gedicht festzuhalten. Doch möchte dies nicht immer gelingen, insbesondere dann, wenn Themen wild durch den Kopf kreisen und man sich nicht konzentrieren kann.
An diesem Punkt kann die Randzonenpoesie vielleicht helfen. Und das funktioniert so:

  1. Nimm ein beliebiges Buch (gelesen oder ungelesen) mit einem Prosatext zur Hand, z.B. einen Roman oder Krimi, und schlage willkürlich eine Seite auf.
  2. Decke mit einem Blatt Papier die Seite so ab, dass du von den einzelnen Textzeilen jeweils nur die ersten eins, zwei oder drei Wörter lesen kannst.
  3. Begib dich auf Schatzssuche und finde in den Textanfängen schöne oder skurrile Wörter, die dir besonders gefallen.
  4. Betrachte mehrere hintereinander folgende Zeilen, die möglicherweise in einem gänzlich neuen Kontext einen Sinn ergeben können.

Zum Beispiel habe ich mir von Theodor Fontane den Roman »Unterm Birnbaum« herausgesucht und bin im zweiten Kapitel schon ganz hübsch fündig geworden:

Randzonenpoesie Fontane

Ein Finanzbeamter, der seiner Zahlen nicht müde wird. Bemüßigt rechnet und dividiert er die Nummern, bis am Ende immer ein glattes Ergebnis steht. Division ohne Rest. Jeder mathematisch etwas bewanderte Mensch wird da erkennen, dass das nicht mit rechten Dingen zugehen kann. So betrachtet man seine Arbeitsweise mit Argwohn und wird ihm gegenüber schnell unfreundlich. Aber der Himmel möge es dem Beamten verzeihen, wenn er manche Aufgabe nur durch Mogelei lösen könne − ja, sogar lösen müsse.

Oder hier von Clemens Brentano, dessen Todestag sich heute jährt, gefunden im Märchen »Gockel, Hinkel und Gackeleia« im zweiten Kapitel:

Randzonenpoesie Brentano

Der Kapitän sitzt in seiner klapperigen Kajüte. Die Bohlen erzittern und krächzen bei jedem Windstoß. Wie lange werden sie dem Sturm noch Stand halten? Es klopft an der Tür und eine junge Frau, deren Gesicht im Kerzenschein einem Wachspüppchen gleicht, tritt herein. Süßer Duft vermischt sich mit dem modrigen Holz und der Kapitän greift zum Tablett und stopft sich eines der frisch gebackenen Zuckerwerke in seinen Mund.

Die Poesie in der Poesie finden – eine poetische Schatzsuche.

Mit der Methode der Randzonenpoesie kann man Kunst in Kunst entdecken und daraus neue Kunst entstehen lassen. Sie gibt kreative Impulse und hilft Schreibblockaden zu überwinden.
Die Idee zur Randzonenpoesie habe ich bei urbanwriting.de gefunden. Vielen Dank für diese tolle Idee! 🙂

Der berühmte erste Satz

Ist der berühmte erste Satz ein Mythos? Oder warum wird ihm so viel Bedeutung beigemessen? Der erste Satz ist doch einfach nur ein Satz, der eine Geschichte von mehreren tausend Sätzen einleitet. Und diese Geschichte muss den Leser mitreißen. Manch ein Autor versteht es, schon mit dem ersten Satz, oder sagen wir besser den ersten zehn Seiten, den Leser zu packen, so dass dieser das Buch nicht mehr beiseite legen kann. Stellt man sich den Roman als ein Bewerbungsschreiben für einen Job vor, so enspräche der erste Satz gerade mal der Anrede. Diese sollte in einer Bewerbung natürlich fehlerfrei und ansprechend sein, ist aber weder ein Garant für eine Einladung zum Vorstellungsgespräch noch für eine erfolgreiche Anstellung.

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Alle Jahre wieder…

Das monatliche Schreibcafé in der Ingeborg-Drewitz-Bibliothek hatte, so kurz vor Weihnachten, genau dieses Fest als Thema. Alle Jahre wieder stürzen sich die Menschen in die Geschäfte, um die allerletzten Geschenke für ihre Liebsten zu besorgen. Es muss etwas Schönes her, damit das Beisammensein unterm geschmückten Tannenbaum unvergesslich wird. Und so bricht vor der eigentlich so stillen Weihnacht die allgemeine Unruhe, Nervosität und Hektik aus.

Zur besinnlichen Einstimmung auf das Thema wurde eine Pralinenschachtel herumgereicht und jeder durfte zugreifen. Halt, nicht ganz! Die Schachtel wurde über den Tisch geschoben, und das mit so viel Schwung und Vorfreude, dass die Pralinen aus der Schachtel flogen und sich über den Tisch verteilten. Auf zum frohen Schreiben und zur ersten Übung! Weiterlesen

Autorenstammtisch Berlin

Nachdem ich vor einigen Wochen auf www.autorenwelt.de angeschrieben worden war, ob ich Lust an einem Autorenstammtisch in Berlin hätte, war es nun heute so weit. Diese erste Zusammenkunft von interessierten Schreibern fand bei einem Italiener am Marheinekeplatz in Kreuzberg statt. Von den Urban Sketchers in Berlin, die manchmal in der Markthalle zeichnen, kannte ich diesen Platz, musste aber feststellen, dass ich in dieser Ecke noch nie gewesen bin.

Kurz vor Sieben betrat ich das Restaurant, fragte einen Kellner nach dem Autorenstammtisch und wurde in den hinteren Raum verwiesen. Links an einem Tisch saßen schon einige Leute, die sich bei Speis und Trank angeregt unterhielten. Ich vermutete, dass sie sich untereinander kannten und etwas früher getroffen hatten. Am Tisch daneben ließ ich mich nieder und war gespannt, wer noch kommen und wann es richtig losgehen würde. Wenig später trafen die nächsten Gäste ein und wirkten ein wenig überrascht aufgrund der Tischordnung. Die Tische waren nicht in eine besondere Form gebracht worden, z. B. ein U oder ein großer Kreis, sondern boten jeweils Platz für 4-8 Personen, bei ca. 30 zu erwartenden Teilnehmern. Alle Tische waren mit weißen Servietten und Besteck eingedeckt und suggerierten, dass wir gleich ein üppiges Mahl zu uns nehmen müssten, statt uns über Literatur und das Schreiben bei einem Getränk zu unterhalten.

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