Die Juniverse 2026 sind da! Wer die Juniverse noch nicht kennt, kann in den Aufrufen der vergangenen Jahre (2020, 2021, 2022, 2023, 2024, 2025) und den dort entstandenen Gedichten (#juniverse2020, #juniverse2021, #juniverse2022) stöbern.
Den ganzen Monat wird es mythisch und sagenhaft. Wir betrachten auf lyrische Weise verschiedene Tiere, Wesen, Monster und Kreaturen, die schon seit jeher die Fantasie des Menschen beflügelt haben. Manche sind Bestien und verbreiten Angst und Schrecken, manche sind Verführer, andere Beschützer und gute Begleiter.
Die dreißig hier vorgeschlagenen Wörter sollen wie im Kreativen Schreiben eure Fantasie anregen und möglicherweise am Ende des Monats dreißig überraschende und fabelhafte Gedichte hervorbringen.
Das Thema für alle Gedichte steht unter dem Begriff »Bestiarium«. Ein Bestiarium, so finster es zunächst klingen mag, ist nichts weiter als eine Sammlung allegorischer Tierdichtungen und Geschichten. Der Begriff geht ins Mittelalter zurück, wo man damals tatsächliche und mythische Tiere und Kreaturen beschrieben hat. Ein Bestiarium kann auch Ähnlichkeiten zu Fabeln aufweisen.
Wie funktioniert es?
Ich gebe weiter unten eine Wortliste mit 30 Wörtern vor und an jedem Tag im Juni kann aus dem jeweiligen Tageswort ein Gedicht erstellt werden. Das Wort kann im Titel auftauchen, darf im Text verwendet werden oder dient als thematischer Aufhänger. Ihr seid völlig frei, es gibt keine Einschränkungen.
Hashtags zum Posten
Wer seine erstellten Gedichte in den sozialen Netzwerken posten möchte, kann die Hashtags #juniverse und #juniverse2026 nutzen, damit die Texte leicht gefunden werden können. Ansonsten habt ihr auch die Möglichkeit direkt unter meinen Gedichten zum jeweiligen Tag oder hier unter dem Beitrag euer Werk in den Kommentaren zu posten.
Hier kommt die gesamte Wortliste
- Bestie
- Greif
- Troll
- Drache
- Nachtkrabb
- Zwerg
- Riese
- Kobold
- Basilisk
- Pegasus
- Gargoyle
- Donnervogel
- Sirene
- Glühschwanz
- Hydra
- Faun
- Waldschrat
- Zentaur
- Werwolf
- Minotaurus
- Zyklop
- Leviathan
- Medusa
- Golem
- Irrlicht
- Walküre
- Feuergeist
- Lindwurm
- Kraken
- Einhorn

Auch wenn ich es selbst noch nie geschafft habe, jeden Tag ein Gedicht zu verfassen, bin ich jedes Mal von der Vielfalt eurer Gedichte fasziniert und bin gespannt, was wir dieses Jahr gemeinsam mit den Juniversen erschaffen werden. Lasst uns fantastische Gedichte schreiben! 🙂
Wer ist 2026 bei den Juniversen mit dabei?
Hier folgt die Auflistung der Blogs der anderen Teilnehmenden:
- Zauberei mit Buchstaben von Monika-Maria Ehliah
- Erinnerungswerkstatt von Heidi Maria Stadler
- Reginas Geschichten und Gedichte von Regina Meier zu Verl
- …
Regina sagt:
Wie schon in den letzten Jahren werde ich mit dem ein oder anderen Gedicht dabei sein, auch wenn mich das Thema in diesem Jahr nicht direkt anspricht. Wir werden sehen … danke David! LG Regina
1. Juni 2026 — 12:17
David sagt:
Liebe Regina, egal wieviele Gedichte dir zu den Wörtern einfallen, ich freue mich auf jedes einzelne. Danke, dass du wieder mit dabei bist. 🙂
1. Juni 2026 — 16:45
heidimariastadler sagt:
Ich freue mich, dass deine Juniverse in die nächste Runde gehen und schreibe gerne mit. Danke schön für dein Engagement!
LG, Heidi
1. Juni 2026 — 14:01
David sagt:
Liebe Heidi, ich bin gespannt auf die Vielfalt der Werke. Schön, dass du wieder mitmachst. 🙂
1. Juni 2026 — 16:46
heidimariastadler sagt:
Lieber David, gerne und herzlichen Dank für dein Engagement 🙂
2. Juni 2026 — 12:46
Renate Zimmermann sagt:
Lieber David, welch schöne Idee! Ich habe deinen Aufruf gleich mal weitergereicht an die Schreibwerkstatt Marzahn. Vielleicht beteiligen sich einige. Viel Erfolg und liebe Grüße von Renate
1. Juni 2026 — 15:13
David sagt:
Liebe Renate, das ist ja eine tolle Idee. 🙂 Mal sehen, ob jemand aus der Schreibwerkstatt Lust hat, mitzuschreiben. Danke und liebe Grüße, David
1. Juni 2026 — 16:48
Monika-Maria Ehliah sagt:
Danke dir David für deine Bemühungen.
Segen dir und deinen Lieben.
****
2. Juni 2026 — 8:36
Nati sagt:
Hallo David.
Ich bin seit langem mal wieder dabei:
https://natikreativ.wordpress.com/2026/06/02/juniverse-2026-1/
2. Juni 2026 — 19:43
David sagt:
Toll und danke fürs dabei sein. 🙂
9. Juni 2026 — 14:24
Monika-Maria Ehliah sagt:
Bestie
Oh nein, sie ist keine Bestie.
Sie ist mein Besti.
Meine allerbeste Freundin.
Ich trage sie im Herzen.
Sie ist mein Besti.
Seit vielen Jahren sind wir Freundinnen.
Ich trage sie im Herzen.
Und auch ich bin in ihrem Herzen.
Seit vielen Jahren sind wir Freundinnen.
Gemeinsam haben wir so vieles gemeistert.
Und auch ich bin in ihrem Herzen.
Wir werden uns nicht trennen.
Gemeinsam haben wir so vieles gemeistert.
Meine allerbeste Freundin.
Wir werden uns nicht trennen.
Oh nein, sie ist keine Bestie.
1.6.26
***
Ein Greif? Vielleicht?
Frühmorgens stürzte er herab vom Dach
sofort waren alle Tauben wach.
Im Schock schafften nicht alle die Flucht
Federn flogen, er kam mit schaudernder Wucht.
Krallen packten zu, sein Schnabel war tödlich
er riss sie entzwei, dieses Bild war entsetzlich.
Die blutende Taube im Schnabel, so zog er davon
ich hab es gesehen wie er den Dachfirst erklomm.
2.6.26
***
Troll
Menschen welche die Welt nur rational betrachten,
werden Naturgeister und Trolle niemals beachten.
Sie denken ihr seid Humbug und eine Mär,
dabei seid ihr so wichtig, die Welt braucht euch sehr.
Ihr seid verbunden mit Erdschätzen und der Natur,
auch mit den Quellen, den Bergen, bewahret Kultur.
Ach Trolle, ihr lieblichen, gutmütigen Wesen,
die Gedanken der Menschen könnt ihr lesen.
Manchmal schlagt ihr über die Stränge tut arg necken,
wenn Jemand euch ärgert, könnt ihr ihn sehr schrecken.
Ihr macht euren Dienst gewissenhaft aus Liebe zur Erde,
ihr Trolle seid zahlreich, eine liebenswürdige Herde.
3.6.26
***
Drachen
Jetzt ist nicht die Zeit dazu.
Deine Zeit wird erst kommen,
wenn die Blätter bunt sich färben.
Drache,
dann kannst du fliegen weit hinauf
und deine Farben leuchten.
4.6.26
***
Nachtkrabb
Angst und Schrecken sollst du verbreiten
den Kindern so manches vereiteln.
Du wirst als Prellbock hergenommen,
Erwachsene sind oft damit durchgekommen.
Du sollst versetzen Kinder in Angst und Schrecken,
wenn Eltern sich hinter falscher Erziehung verstecken.
5.6.26
***
Zwerg
Der Herbert aus Perg
der dachte verkehrt.
Hat Pillen gegessen
dann ließ er sich messen,
doch leider, bleibt er ein Zwerg.
6.6.26
***
Mit lieben Grüßen und hab ein schönes Wochenende. Segen.
6. Juni 2026 — 4:34
David sagt:
Danke für deine Verse, sie sind eine Bereicherung. Alles Gute für dich.
9. Juni 2026 — 14:22
Jörg sagt:
https://juckplotz.de/2026/06/01/bestialische-stiche-juniverse-1-6-2026/
https://juckplotz.de/2026/06/02/wiedererwachen-des-greifs-juniverse-2-6-2026/
https://juckplotz.de/2026/06/03/troll-dich-juniverse-3-6-2026/
https://juckplotz.de/2026/06/04/die-kleinen-drachen-juniverse-4-6-2026/
https://juckplotz.de/2026/06/05/dr-nachtkrabb-juniverse-5-6-2026/
https://juckplotz.de/2026/06/06/zwerge-juniverse-6-6-2026/
6. Juni 2026 — 11:20
David sagt:
Hallo Jörg, vielen Dank, dass du mit dabei bist. Sehr einfallsreiche Verse von dir. 🙂
Viele Grüße
David
9. Juni 2026 — 14:17
juckplotz sagt:
Danke für die Idee. War schon herausfordernd
5. Juli 2026 — 8:42
David sagt:
Toll, dass dir zu jedem Wort etwas eingefallen ist! Danke fürs Mitmachen!
9. Juli 2026 — 8:52
Mindsplint sagt:
Interessant – einzig die Kraken sind im Plural und alle anderen Begriffe im Singular. Hat das etwas zu bedeuten? 🙂
6. Juni 2026 — 16:06
David sagt:
Danke für den Hinweis 🙂 … ich habe auch recherchiert dazu, und es heißt oft der Kraken, wenn das mythische Wesen gemeint ist, nicht zu verwechseln mit dem „normalen“ Tier der Krake.
9. Juni 2026 — 14:15
Mindsplint sagt:
Danke auch an dich, denn so habe auch ich wieder etwas dazu gelernt. Ich kannte das Worte Kraken bislang lediglich als Plural von Krake 🙂 Viele Grüße Bea
9. Juni 2026 — 15:56
Monika-Maria Ehliah sagt:
Lieber David,
auch aufgeben ist eine Option von der ich jetzt Gebrauch mache.
Mit Vorfreude habe ich den Juniversen 2026 entgegengesehen,
Doch ich gestehe, trotz allem Bemühen in den ersten Tagen der Mitmachaktion,
beschließe ich mein Mitschreiben zu beenden. Die diesjährige Themenauswahl ist so ganz und gar nicht das, wozu ich gute Ideen oder Einfälle habe, So breche ich dieses Jahr ab.
Ich bin durchaus bereit Herausforderungen anzunehmen, jedoch geht für mich diese Herausforderung zu weit, zumal ich grundsätzlich keine Fantasythemen wie Geschichten, beziehungsweise Gedichte schreibe. Vielleicht passt es im Juni 2027 auch für mich.
8.6.26
***
Mit herzlichen Grüßen und den besten Wünschen
M.M.
8. Juni 2026 — 4:20
David sagt:
Liebe Monika, kein Problem und vielen Dank für den Versuch und dass du mitgemacht hast. Ich freue mich schon auf 2027 mit dir. 🙂
9. Juni 2026 — 14:16
Monika-Maria Ehliah sagt:
Danke lieber David, auch dir nur Herrliches. Segen.
10. Juni 2026 — 4:24
Katja Juliane sagt:
Die beiden Riesen
Ali saß da und weinte. Das Volk der Gnome hörte von Weitem sein Schluchzen. Es hörte sich wie ein Erdbeben an, das immer näherkommt, so mehr Ali weinte. „Wir müssen unser Land verteidigen!“, schrien die Gnome. „Wir müssen nachschauen, was los ist!“ redeten sie durcheinander. Sie gingen mit Sperren, Lanzen, Knüppeln los. Keiner von ihnen wusste, was da so einen Krach machte. Sie liefen 1000 Kilometer bis sie ihr Ziel erreichten. Je mehr sie sich näherten, desto deutlicher wurde, dass jemand vor sich hin weinte. Es war unheimlich laut. Das Weinen war unerträglich. Der Erdboden bebte dabei. Es war so laut, dass sie den Riesen schon nicht mehr verstanden so schallte und dröhnte es. Da sahen sie den Riesen auf der Wiese sitzen. „Herr Riese!“ wagte sich ein kräftiger Gnom zu sagen. Es war der Chef der Gruppe. Der Riese reagierte nicht. Da schrie der Boss: „Herr Riese!“ Der Riese hörte immer noch nichts. „Wir brauchen ein Sprachrohr, dass der Riese uns hört!“ redeten sich die Gnome zu, denn sie hatten große Angst.
Sie sprachen sich Mut zu. Mit dem Sprachrohr klappte es. Der Riese: „Was ist? Seht doch ich bin so groß! Ich habe keinen einzigen Freund, geschweige denn eine Frau. Ich mache extra einen Buckel, um nicht so groß zu sein!“ Er stockte. „Ihr habt Angst vor mir. Ich merke es Euch an!“ und schaute herunter auf sie, die vor Angst bibberten. Ali flüsterte, denn er verstand, dass er so laut sprach. „Arbeite doch bei uns als Wachmann! Du kannst den Norden bewachen. Du kannst über den Bäumen hinweggucken und bis ans Ende der Welt schauen.“, schlug der Boss vor. Als sie mit Ali die Rückreise angetreten sind, hörten sie erneut ein Gejammer. Dieses Mal hatten sie keine Angst mehr. Der Riese Ali war ja da. Sie gingen dem lauten Weinen auf die Spur. Da sahen sie eine Riesenfrau, etwas kleiner als Ali. Dieses Mal sprach der Riese Ali zu ihr. Er besprach es mit den Gnomen so, mit ihr zu reden: „Du bist zu groß, meinst du!“ sagte Ali sanft „Du meinst keinen Mann zu finden. Du machst extra einen Buckel, um kleiner zu erscheinen!“ Ihr Weinen hörte sofort auf. „Ja“, nickte sie schüchtern und unsicher. „Komm mit! Ich bin von nun an, dein Partner, wenn du magst!“ und der Riese Ali streckte seine Hand ihr entgegen. „Ich bewache die Nordhälfte und du die Südhälfte des Landes der Gnome und beide standen von nun ab da und hielten Wache und reckten sich dabei, um alles überblicken zu können. In den Mittagspausen schmusten sie miteinander und gaben sich Küsschen. Sie nutzten von nun ab ihre volle Größe. Das Gnomenvolk war sehr zufrieden mit beiden, und es gab eine Riesenhochzeit mit extra vielen Kühen und Gäulen zum Essen für beide. Es griff sowieso keiner an, aber das Volk der Gnome fühlte sich sicherer denn je.
Und wenn sie nicht gestorben sind, so lebt der Riese Ali mit seiner Frau und dem Gnomenvolk bis heute noch glücklich zusammen.
katja baumgärtner
8. Juni 2026 — 19:17
David sagt:
Vielen Dank für diese fantastische Geschichte. 🙂
9. Juni 2026 — 14:21
Katja Juliane sagt:
Der Werwolf
Dunkel war`s, der Mond schien helle. Ich fühlte mich nicht wohl. Es war wieder so weit, es war Vollmond. Es kratzte und juckte mich am ganzen Körper. Ich verwandelte mich wieder in einen Werwolf. Die Haare wuchsen mir heraus. Meine Stimme wurde rauer und unmenschlicher, sie wurde einem Untier gleich. Ich wurde stärker und kräftiger an Gestalt.
Was werde ich heute wieder anstellen? Werde ich wieder eine Katze reißen? Die Krallen waren mittlerweile gewachsen. Sie waren wie immer ganz scharf. Ich schrie wie ein Ungeheuer aus Leibeskräften und drehte dabei den Kopf den Himmel empor. Ich sah schrecklich dabei aus. Zwischenzeitlich räusperte sich eine Eule. Sie war auf Mäusejagd. Es begann einfach so und langsam. Ich wusste nicht, warum ich gerade zum Werwolf wurde. Es begann ungeahnt – plötzlich vor 2 Jahren.
Ich wurde seitdem bei Vollmond immer unruhig. Es kribbelte bei Vollmond in meinen Gliedern und konnte nicht mehr schlafen. Ich war dann nicht ich selbst und mein Verhalten konnte ich selbst nicht lenken. Ich streifte durch´s Dorf. Wir wohnen am Rand des Dorfes, nahe des Waldes. Da eine Katze! Ich erwischte sie gerade, als sie mich bemerkte. Ich riss ihr den Bauch auf und ließ sie liegen.
Man sprach am nächsten Tag von einem Unmenschen, der Katzen qualvoll umbrachte. Keiner kam mir bis jetzt auf die Schliche. Ich war erleichtert deswegen. Ich hatte Angst, dass es ans Tageslicht kommen würde, dass ich es war. Ich war bis jetzt ein unbescholtener Bürger, wenn ich mich nicht in dieses Untier verwandeln würde. Hoffentlich erwische ich nicht mal einen Menschen, der nachts durch das Dorf mir nichts dir nichts läuft, so meine Gedanken. Am Tag war ich wieder der alte und lag gegen Morgengrauen im Bett und schlief den Rest des Morgens. Ich schaute nach den nächtlichen Streifzügen verschämt auf den Boden. Ich war immer nach der Tour durch Wald und Dorf schweißgebadet. Einmal riss ich ein Wildschwein. Meine Kräfte als Werwolf waren enorm. Es riss die Augen vor Angst weit auf, bevor ich es aufschlitzte und es dann liegen ließ. Dann kam es immer öfter vor. Der Jäger unseres Waldes konnte dieses Phänomen nicht erklären, so entnahm ich es aus der Zeitung. Ich ging immer nach den Vollmondnächten gesenkten Hauptes im Dorf einkaufen bis ich wieder mein Selbstvertrauen zurückgewann. Ich schaute nach den nächtlichen Streifzügen verschämt auf den Boden. Keiner merkte, wie geduckt ich lief, oder sie wollten es nicht merken. Warum ich? fragte ich mich immer wieder. Warum werde ich zu diesem Untier mit dieser Gestalt und diesen Schandtaten? Wen es bloß keiner merkt, dass ich da hinter stecke.
Ich habe noch mit niemanden über meine Verwandlung gesprochen. Wen kann ich mich anvertrauen? Ich bin jetzt 52 Jahre und habe einen Neffen, der viel liest. Dem schauderte es bei meinem Anblick, als ich gerade als Werwolf das Haus verließ und wieder durch das Dorf und durch den Wald streifen musste. Ich wollte ihn erst nach ihm greifen. Ich hatte aber den Drang nach draußen ins Freie gespürt. Es zog mich, durch die Straßen zu streifen und wieder irgendein Tier zu erlegen.
Am nächsten Tag, sprach mich mein Neffe Tim an. „Ich sah dich gestern!“ sagte Tim zart und entschlossen. Ich machte erst, als hörte ich ihn nicht. „Ich bin´s: Dein Neffe Tim. Ich habe über Werwölfe gelesen!“ Ich starrte gerade aus. „Edi, Tim möchte mit dir darüber sprechen,“ Dann fing ich an zu weinen. Ich weinte aus Leibeskräften. Dann fasste ich mich endlich.
„Tim, kannst du mir helfen?“ Es war Stille. Mein Neffe strich mir ruhig über meine Hand. „Ich habe mir Gedanken seit dieser Nacht gemacht, Edi! Ich habe eine Idee!“ Nachdem Gespräch war ich gefasst und zufrieden, dennoch ängstlich und erwartungsvoll.
Die Vollmondzeit wird wieder kommen. Ich setzte eine Schlafmaske auf, damit um mich herum alles dunkel wird. Ich nahm Schlafmedikamente ein und schlief viel. Es klappte. Ich verspürte das Kribbeln in den Gliedern nicht. Es wuchs kein Fell. Auch hatte ich nicht das Bedürfnis ins Freie nach draußen zu gehen. Ich war glücklich, obwohl mich die Dunkelheit störte. „Du musst dich entwöhnen, damit dir keine Haare und Krallen mehr wachsen!“, so Tim überzeugt.
Es ging alles gut. Ich versuchte es dann ohne Schlafmaske. Dies klappte anfangs. Es ging ein Jahr ohne Probleme, sich nicht in einem Werwolf zu verwandeln.
Doch…dunkel war`s, der Mond schien helle. Eine Katze lag zerrissen auf der Straße neben unserem Haus. Es stand in der Zeitung, es gebe jemanden, der Tiere qualvoll zugrunde richtete. Es sei nicht zu identifizieren, wer es wohl sei. Ein Mensch sei nicht ausgeschlossen. Es bleibe ein Rätsel. Die mysteriösen Angriffe auf die Tiere blieben ungeklärt.
Tim meinte kämpferisch daraufhin: „Ich habe noch eine Idee!“
„Du mit deinen Ideen!“ Es glaubte fast beim nächsten Mal mein Neffe Tim daran. Er war aber zu gewitzt. Er konnte entkommen. So blieb ich bis zu meinem Lebensende Werwolf oder doch nicht? Wird es mit dem Erlegen irgendwann ein Ende haben oder ich werde geschnappt werden? Werde ich nicht erwischt und weiterhin Katzen und andere Tiere erlegen? Werde ich von meinem Fluch erlöst?
Ich wollte Kontakt zu anderen Werwölfen aufnehmen. Aber diese Situation ergab sich nicht.
Hatte Tim endlich eine Lösung, mich von den Qualen zu erlösen?
Dunkel war`s, der Mond schien helle. Man fand wiederum eine Katze auf dem Trottoir neben meinem Haus. Der mysteriöse Fall von erlegten Tieren in unserem Heimatdorf stand mittlerweile im Internet. Es schauderte einem dabei. Die Bäuche der Tiere waren immer aufgeschlitzt. Der Schlitz war sauber geschnitten. Wer oder was konnte so etwas?
Tim stand an meinem Grab und schaute traurig auf meinem Grabstein. Er war ein Mann und 50
Jahre alt…Man fand weitere Tiere aufgeritzt und liegen geblieben im Wald und im Dorf. Manchmal durchbrach ein Schrei die Nacht. Dann war wieder alles mucksmäuschenstill. Es wagte sich keiner mehr auf die Straße. Das Dorf war jede Nacht menschenleer. Man zog nach langer Zeit parallelen und stellte fest, dass die Tiermorde bei Vollmond geschahen. Weitere Spuren verliefen im Sand oder doch nicht?
Katja Baumgärtner
18. Juni 2026 — 13:39
Poet Pit sagt:
sPOETter sPITzen von POET PIT
Zentaur
Ich habe gelesen,
von fabelhaften Wesen,
selbst die alten Griechen,
konnte sie gut riechen!
Halb Mensch, halb Pferd,
oder umgekehrt,
hat viel Power,
so ein Zentaur!
Meistens zottlig,
auch mal lockig,
lebt alleine,
hat vier Beine!
Ein Eremit,
auf Schritt und Tritt,
im Galopp,
kurzer Stopp!
Mit Pfeil und Bogen,
ungelogen,
kennt er sich aus,
im Wald Zuhaus!
So ein Zentaur,
manch Satz rein rauer,
ist schon komisch,
auch mal ironisch!
Doch gilt als weise,
ist sehr leise,
empfiehlt er was,
befolge das!
Selbst die Götter,
nicht grad Spötter,
verehrten ihn abgöttisch,
war er doch auch sehr spöttisch!
sPOETter sPITzen von POET PIT
18. Juni 2026 — 14:58
David sagt:
Cool, gefällt mir! 🙂
21. Juni 2026 — 15:51
Katja Juliane sagt:
Leitstern und Irrlichter
oder zwischen Tag und Nacht
Es war der 23. Juni und Johannistag. Mama und ich wollten picknicken gehen. Ich war schwanger. Das Kind würde bald kommen. Wir freuten uns besonders auf diesen Tag. Wir waren gespannt, was der Tag mit sich bringen wird. Mama war anfangs skeptisch: „Ist das nicht zu anstrengend, mein Trinnchen? Du trägst ein Kind in dir!“ „Mama, wir laufen nicht weit. Das packe ich glatte! Wir freuen uns doch auf diesen Tag schon so!“
Wir machten uns auf den Weg und unterhielten uns rege. „Mama, als du mich geboren hast, ist ein Eichhörnchen auf dem Baum hin- und her gesprungen. Du hattest im Krankenhaus gelegen und gewartet, dass ich komme? „Ja, Kind!“, lachte Mama. „Ich schaute gerade aus dem Fenster! Deswegen schenkte ich dir doch zum 18ten Geburtstag das Eichhörnchen, was dein Maskottchen sein soll!“ Ich lächelte stolz und hörte zu. Es verlief alles wie am Schnürchen wie ich es mir wünschte. Wir kamen gerade vom Weinberg, von dem wir bis nach Frankfurt sehen konnten, was 50 Kilometer von unserem Dorf entfernt war. Auf dem Weinberg auf der Bank aßen wir unsere eingepacktes Schnitzel mit Brot, Tomaten und Obst, und wir hatten etwas zum Trinken dabei.
Es war gerade vier Uhr nachmittags, und wir hatten noch eine Menge Zeit, nach Hause zu kommen. Auf dem Nachhauseweg gingen wir eine andere Strecke. Wir wohnten Nahe des Waldes. Auf dem Weg durch den Wald hörten wir wie die Vögel zwitscherten. Ein Reh oder einen anderen Waldbewohner sahen wir nicht. Nur Insekten wie Ameisen entdeckten wir, wenn wir auf den Boden schauten. Und da ein Hirschkäfer! Mama und ich warteten darauf, noch andere Tiere zu sehen. Wir saßen dann auf dem Heimweg auf der nächsten Bank, die seit 30 Jahren ihren Platz dort hatte. Es war mäßig warm. Zum Glück dachten wir beide, sonst wäre es sicherlich nicht so schön geworden, obwohl es im Wald ja nicht so heiß wird. Auf der Bank saßen wir lange. „Mama, schön mit dir hier zu sitzen! Wie in alten Zeiten.“
Mama lief zurzeit wieder besser. Sie ging regelmäßig zur Krankengymnastik. Das tat ihr gut. Nachdem wir weiter heimwärts liefen, knickte unerwartet Mamas Fuß um. Sie schrie auf: „Oh je, Katja. Ich glaube, ich habe mir den Fuß verknackst!“
„Mama, bleib ruhig!“ Mama saß auf dem Waldboden. „Ich hole Hilfe!“ „Bleib, mein Kind! Ich habe Angst alleine! Roger wird bemerken, dass wir nicht nach Hause kommen! Wir warten in der Fischerhütte!“ Roger war mein Bruder und wohnte gerade bei Mama und mir.
„Ich kann dich ja zur Fischerhütte bringen, Mama!“ „Dein Kind, Trinnchen!“ „Das ist wohl auf, Mama!“ beruhigte ich meine Mutter. Ich war fest davon überzeugt, dass das nicht schlimm sein könnte. Ich versuchte Mama aufzuheben. Sie war bereits 80 Jahre. Als ich sie hochhob, stützte sie sich an mich. Wir gingen langsamen Schrittes voran. Warum ich Mama so helfen konnte? Sie war geschrumpft, hatte kaum Gewicht und war zierlich. An der Fischerhütte angekommen, fing ich an zu stöhnen.
Ich unterdrückte die ganze Zeit die Schmerzen im Unterleib.
Die Fischerhütte war schon immer da, soweit ich denken konnte Die Tür stand offen. Im Haus war alles vermodert. In der Hütte standen ein Tisch, zwei Stühle, ein Schrank und ein größeres Bett. Es roch nicht gut in der Hütte. Es sah alles unappetitlich und unbewohnt aus „Das Kind, Mama! Du hattest recht. Ich habe mich überanstrengt. Es tut mir so weh!“
„Lege dich hin, Katja. Hier ist ein Bett.“ Mama hielt inne: „Ich bin so schwach Kleines! Ich kann dir nicht helfen. Meine Mutter wollte anfangen, zu weinen „Du musst sehen, dass du es alleine schaffst.“ Ich holte ein Stück Brot und etwas zum Trinken aus meinem Rücksack und gab es ihr „Das nächste Mal höre ich auf dich, Mama! Du hattest wieder einmal recht.“ Mama nickte: „Wie konnte ich nur darauf ein gehen!“ und Mama schluchzte. Ich schrie zwischenzeitlich auf. Wir waren dann still. Das Akku meines Smartphone war leer. Ich konnte keine Hilfe holen, und Mama hatte ihr Handy vergessen, mitzunehmen. Sie hatte Angst wegen mir und sagte „Immer tief ein- und aus atmen!“ und ich atmete tief aus und ein und lag auf dem dreckigen Bett. Es vergingen Stunden. Es war bereits halb elf und dunkel draußen. Die Sterne am Himmel standen über die Fischerhütte. Um uns herum leuchteten die Glühwürmchen. Wir befanden uns am Waldrand in der Nähe von einem kleinen See. Wir hatten nicht ganz so viel Angst, weil die Glühwürmchen leuchteten. Ihre Leuchtkraft war so stark, dass wir es im Haus wahrnehmen konnten. Auch die Sterne erhellten das Haus etwas, oder täuschte das?
Wir konnten nur auf meinen Bruder Roger hoffen, der erst spät abends von der Arbeit heimging. Dann lagen wir ruhig da. Mir schmerzte der Unterleib, meiner Mutter tat der Fuß weh.
Als wir aufwachten, hörten wir Männerstimmen. Roger hatte Hilfe geholt. „Roger!“ rief meine Mutter hoffnungsvoll und wieder rief sie lauter schreiend nach ihrem Sohn, der sofort wusste, dass es aus der Fischerhütte kam. Er kam mit Begleitung einer Rettungsgruppe. Mein Bruder vermisste uns natürlich nach der Arbeit, als er zu Hause ankam. Er wusste ja, dass wir heute auf dem Weinberg picknicken werden. Es konnte uns nur etwas passiert sein, wo sollten wir anders sein. Wir waren jeden Abend zu Hause und empfingen ihn. Roger alarmierte die Polizei, und die Suche begann sofort. „Da können sie sein!“ so Roger die ganze Zeit. Sie wollten sich da hinsetzen!“, sagte er den Begleitern zuversichtlich. Er kannte unsere Lieblingsstellen noch von damals. Roger und die Rettungsgruppe kamen zur rechten Zeit. Wir wurden beide mir Barren nach draußen transportiert. Das Kind war gestorben. Ich trug es noch aus. Es lag tot neben mir. „Das Kind!“ war das erste, was ich sagte, als ich zu mir kam. Ich war bewusstlos gewesen und Mama war hell wach, nachdem sie die Stimmen hörte. Sie war erschöpft, und sie atmete schwach: „Das Kind!“ als Roger vor ihr stand. „Es ist tot, Mama. Es ist gestorben. Was macht ihr denn für Sachen!“ und mein Bruder hielt Mamas Hand und meine. Er war unheimlich ruhig und sprach mit einer zarten Stimme: „Jetzt ruht euch erst einmal aus und vergesst! Ihr bekommt etwas zur Beruhigung!“ und dann schliefen wir ein.
Mein Kind war ein Sternenkind. Ich konnte nicht über den Tod meines Kindes weinen. Ich war heilfroh, dass Mama nichts weiter passiert war. Ich werde nie wieder ein Kind bekommen, dafür war es zu spät. Gleich darauf kam ich in die Wechseljahre, und ich war froh, dass sich Mama wieder so erholte. Ich sprach nie darüber was geschah. Öfters schaute ich Mama an, ihr was sagen zu wollen. „Mein Kind, Mama!“ kam es einmal trocken von den Lippen. Mama merkte, dass ich über mein Kind sprechen wollte, doch die hielt ihren Zeigefinger auf meinen Mund. „Es ist einen Sternenkind und bei Gott, Kleines!“ und ich weinte nicht darüber wie sehr ich auch wollte.
Katja Baumgärtner
22. Juni 2026 — 12:44
katjajuliane sagt:
Die Unschuld
Resi wachte von einem Traum schweißgebadet auf: „Ich werde gejagt!“ rief das Einhorn dem Mädchen nach „Vorsicht, Resi! Du bist dran, wenn sie mich haben!“
„Was meinst du damit !“ fragte Resi und wachte bei diesem Satz gerade auf.
Resi fand den Traum grauenhaft: Sie konnte sich nur noch an die letzten Sätze erinnern.
„Dann bin ich dran!“ sagte sie vor sich hin. Doch der Alltag holte sie bald ein und sie dachte an Emil, in dem sie sehr verliebt war. Sie saß gerade im Garten und riss Blütenblätter ab. Er liebt mich. Er liebt mich nicht…Das letzte Blütenblatt endete mit er liebt mich.
„Er liebt mich!“ flüsterte Resi freudig vor sich hin und nahm ihr Kleid in die Hand, was sie gerade reihte und hielt es ihrer Nase empor und atmete tief durch. Das Kleid roch nach Veilchen. „Bis morgen ist das Kleid gewiss fertig und dann überrasche ich Emil! Mal schauen wie der reagiert!“ Beide, Resi und Emil, stritten sich das letzte Mal heftig und Emil verbot danach der jungen Frau, ihn noch mal wieder zu sehen.
Resi war vierzig Jahre alt. Mit Männern klappte es bis jetzt nicht. Nicht mal einen Liebeskuss hatte sie erhalten. Emil war 10 Jahre jünger – ein fescher Kerl. Er trat morgen auf. Er studierte Musik und hatte einen Chor über sich. Heute als Resi dasaß und ihr Kleid fertig nähte, probte Emil mit seinem Chor. Die junge Frau tanzte mit sich Walzer und sang dabei während Emil unzufrieden mit seinem Chorproben war. „Ihr müsst crescendo singen!“ ermahnte er den Chor. „Mund auf, Henriette!“ Und anderes mehr. „Das müsst ihr schaffen!“ Als Lisa Klavier vorspielte, war der Chorleiter sehr zufrieden und wurde etwas ruhiger.
Am nächsten Tag war es so weit. Resi wachte, ohne etwas geträumt zu haben, auf, so meinte sie es wenigstens. Doch in Resis Traum, wurde das Einhorn gejagt. Am nächsten Morgen wusste die junge Frau nichts mehr davon. Singend stand sie auf. Sie wusch sich die Haare, feilte die Fingernägel, lackierte sie mit klarem Nagellack und anderes mehr wie in der Badewanne zu sitzen und sich frisch zu machen. Ihre Mutter Helga hielt sich raus, sie betete bei Gott, dass das dieses Mal mit Emil klappte. Doch sie fand, dass er nicht der Richtige für ihre Tochter sei, wie sie das jedes Mal dachte. Die Mutter war auch irgendwie erregt und fieberte mit Resi. „Mama, schau mal! Sitzt das Kleid?“ und Resi probierte es nachmittags, bevor sie auf Emils Konzert ging, an. „Du siehst aus wie eine Prinzessin, Kleines. Wenn das nicht klappt, weiß ich auch nicht mehr weiter. Resi sprich ihn nicht auf das Verbot an, sonst macht er vielleicht noch Schlimmeres“ fuhr die Mutter Helga fort.
Mit verweinten Augen kam Resi abends zurück nach Hause. „Er will mich anzeigen, sollte ich ihn wieder aufsuchen wollen!“ Sie fiel ihrer Mutter in den Armen und weinte sich bei ihr aus. „Komm, mein Kind. Übrigens, Christian rief an! Er wolle sich mit dir mal treffen! Du hast Emil wegen des Verbotes angesprochen, stimmt´s Kleines?“ Resi nickte still und sagte zornig darauf.
„Der schon wieder!“ Als Resi ins Bett ging, sagte sie ihrer Mutter nicht alles. Im Chor sang Niklas mit! Resi war fasziniert von ihm. Sie weinte zwar, hielt aber Niklas im Auge, der sogar ein Solo im Chor sang. Er stand in der Pause ganz in ihrer Nähe und schubste Resi etwas an, worauf sie sich umdrehte und Niklas sich bei ihr entschuldigte.
Resi träumte in dieser Nacht umso heftiger. Sie sprach im Traum: „Renn`, Einhorn. Du bist unschuldig und rein. Wenn sie dich bekommen, so bekommen sie auch mich!“ und Resi wachte wieder schweißgebadet auf. Das Fenster stand offen und frische Morgenluft strömte in ihr Schlafzimmer. Die Vögel zwitscherten wie zu jeder frühen Morgenstunde.
Die Mutter wunderte sich, dass Resi es mit Emil so gut verdaut hatte. Keiner erwähnte ein Wort darüber und Resi war abwesend und weinte und lachte.
An diesem Tag klingelte es an ihrer Tür und Niklas stand davor. Die Mutter war erstaunt und nahm seinen Blumenstrauß für sich entgegen. Auch er verlor kein weiteres Wort über den gestrigen Tag. Resi benahm sich gut gegenüber diesem Besuch. Sie riss sich zusammen und sie konnte sich fassen. „Singst toll!“ kam schüchtern über Resis Lippen.
Nachdem Niklas sich verabschiedet hatte, brach Resi in Tränen aus. „Mama, mir geht es so schlecht. Ich bin verliebt in Niklas. Mit Emil ist das so ne Sache. Wie der sich gegenüber mich verhalten hat. Niklas singt so toll! Mama, es ist so weit. Er ist der Richtige.
So saß Resi da und weinte wieder ganz laut und lachte dabei. Es wurde von Tag zu Tag schlimmer und ihre Mutter veranlasste, dass Niklas Resi erst einmal nicht besuche bis es ihr besser geht.
Der junge Mann verstand nicht warum, hielt sich aber daran, Resi gesund wieder zu sehen. Niklas ist gerade 40 geworden und in Resis` Alter. Den Nachmittag, als er damals kam, verstanden sie sich fabelhaft und unterhielten sich gut. Sie gingen etwas spazieren. In dieser Zeit ging es Resi gut, bis der Besuch dann ging. So lange war alles in Ordnung bei Resi gewesen.
Nachdem Resi aus dem Krankenhaus entlassen war, war sie geheilt. Ein paar Tage später gingen Niklas und Resi in ihr Schlafzimmer. Am nächsten Morgen kam wieder kühle Morgenluft durch das Fenster. Resi hatte mittlerweile die Fenstertür geöffnet, da es über Nacht so stickig dort drinnen war. Es war anders als bei den anderen, das Küssen war zaghaft, der Sex war noch nicht so leidenschaftlich
Nach einigen Tagen, kam Niklas dann regelmäßig. In Resis Traum hatte das Einhorn kein Horn mehr und es kamen in den nächsten Träumen kleine Fohlen hinzu. Resi war nicht mehr jungfräulich, aber ihr Herz war rein und wie anders sollten Resis und Niklas Kinder rein sein, sollte sie noch Kinder bekommen. Nachdem Resi und Niklas ein Paar waren, erschien das Einhorn nachts in Resis Träumen nie wieder und Resi verstand, die Geschichte mit dem Einhorn so, ihren Kindern mit auf dem Weg zu geben, rein und unschuldig zu sein, eine ehrliche Haut eben wie sie zu haben Sie verstand den eindringlichen Traum so, ein gutes Herz zu besitzen und mit Ehrlichkeit etwas erreichen, nämlich die Liebe des Lebens zu finden.
Ob Resi und Niklas nun Kinder noch bekamen, steht in den Sternen. Emil schaute Resi und Niklas immer eifersüchtig nach und mit Christian war auch schon vergessen. Immer wurde gegen Morgen das Fenster geöffnet, wenn Niklas da war und es wieder stickig im Schlafzimmer der beiden war. Schon kam der Herbst und dann der Winter. Es gab zu jeder Zeit Blumen in Helgas und Resis Garten, wenn es nur der Barbarazweig war, der im Winter an ihrer Haustür hing.
Katja Baumgärtner
24. Juni 2026 — 17:14
Poet Pit sagt:
sPOETter sPITzen von POET PIT
Irre Lichter oder:
Aber Glaube!
Nur fürs Irrlicht,
ist dies Gedicht,
es ist irre,
macht dich kirre!
Verlorene Seelen,
wollen uns quälen,
das Totenlicht,
versperrt die Sicht!
Sind es Boten
von den Toten?
böse Geister,
immer dreister!
Nach der Sichtung,
falsche Richtung,
wirklich ein Irrweg?
Ich überleg‘!
Nur Aberglaube,
ich aber glaube
es will helfen,
vielleicht sind’s Elfen?
Ich hab’s versucht,
hab’s besucht,
letztes Jahr,
als ich dort war!
Als ich es fand,
dort in Schottland,
tief im Moor,
als ich mir schwor:
Ich geh‘ hinein,
ein heller Schein,
ja ich weiß,
viel zu heiß!
Nur ein Satz,
gestunken hats,
nichts als Gase,
in meiner Nase!
Hab mich geschunden,
doch nichts gefunden,
außer Schmutz,
nichts von Nutz!
Wie so oft,
man hat gehofft,
ich nehms in Kauf,
ein Licht geht auf!
Doch diese Lichter,
sind wohl Richter,
ihr Urteil hart,
Aber Glaube fort!
sPOETter sPITzen von POET PIT
24. Juni 2026 — 19:37
Poet Pit sagt:
sPOETter sPITzen von POET PIT
Nah am Feuer gebaut!
Wie ich schwitze,
bei dieser Hitze,
immer dreister,
diese Geister!
Wie der heißt,
der Feuergeist,
ja er brennt,
wie er sich nennt?
Wie Phönix aus der Asche,
das ist seine Masche,
Energie und Kraft,
was Feuer alles schafft!
Er weckt die Lebensgeister,
darin ist er Meister,
und flackert wo ein Feuer,
da lebt das Ungeheuer!
Auch im Kerzenrauch,
sagt ein alter Brauch,
leben sie ganz gut,
machen uns auch Mut!
Salamander zählen dazu,
vielleicht sogar auch du?
mal durchs Feuer gehen,
dort die Geister sehen!
Mal groß und auch mal klein,
Schöpferisch sollen sie sein,
Tatendrang und Leidenschaft,
diese Geister sind Lebenssaft!
sPOETter sPITzen von POET PIT
26. Juni 2026 — 20:42
Poet Pit sagt:
sPOETter sPITzen von POET PIT
Ein.horn
Es war einmal ein Tier,
das hatte keine vier,
es hatte nur eins,
besser als keins!
Normalerweise zwei,
eins blieb frei,
mitten auf der Stirn,
schlaues Hirn!
Nur ein Horn,
fast ganz vorn,
ist kein Witz,
oben spitz!
Hat es Zorn,
das eine Horn,
Gefahr groß,
renn los!
Wie ein Dorn,
das eine Horn,
eine Einheit,
diese Reinheit!
Dieses Stück,
bringt Glück,
nicht weit,
wartet Freiheit!
Gibt Kraft,
das schafft,
Fantasie
und Magie!
Ist unschuldig,
und gutmütig,
ich vermute,
das Gute!
sPOETter sPITzen von POET PIT
30. Juni 2026 — 10:51
Poet Pit sagt:
sPOETter sPITzen von Poet Pit
Leider sind die Juniverse um,
bleiben aber im Universum,
the universe never forgets,
bleiben doch für immer im Netz,
nächsten Juni vielleicht Uni Verse,
Universität als Kontroverse?
sPOETter sPITzen von Poet Pit
1. Juli 2026 — 20:54
David sagt:
Danke Pit, dass du mit dabei warst. Ja, vielleicht im nächsten Jahr wieder.
9. Juli 2026 — 8:53
juckplotz sagt:
Hier die ganzen 30 Gedichte von mir:
https://juckplotz.de/category/challenge/juniverse/
Hat Spass gemacht
Grüsse
Jörg
5. Juli 2026 — 8:45